Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

75 Jahre Wiedergründung

Logo https://dsb.pageflow.io/75-jahre-wiedergruendung

Start | Kapitelübersicht

  • ℹ️ Auf den folgenden Seiten entdecken Sie in Auswahl Fotos und Videos besonderer Momente von der Wiedergründung des Deutschen Schützenbundes im Jahr 1951 bis heute.
  • ↪️ Verwenden Sie am besten einen großen Monitor für diesen Pageflow. Bei der Nutzung von Smartphone oder Tablet drehen Sie dieses bitte ins Querformat. Der Browser Safari von Apple spielt Hintergrundvideos ohne Ton ab. Wir empfehlen daher die Nutzung eines anderen Browsers.
  • ⏫️ Von einer Seite zur nächsten gelangen Sie, in dem Sie von unten nach oben über Ihr Smartphone-Display streichen oder am Rad Ihrer Computermaus drehen.
  • ⏹️ Nach jedem Kapitel finden Sie eine Kapitelübersicht, um gezielt einzelne Kapitel anzusteuern.
Viel Vergnügen beim Stöbern und Entdecken!
Zum Anfang
Der Deutsche Schützenbund mit seinen 20 Landesverbänden feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Seine Wiedergründung jährt sich 2026 zum 75. Mal. 

Folgen Sie uns auf einer Reise durch mehr als sieben Jahrzehnte Schießsport, Schützentradition und facettenreiches Verbandsleben. Dazu haben wir für Sie wichtige Stationen, besondere Ereignisse und viele Erinnerungen herausgegriffen.
Zum Anfang
Zum Anfang

1950-1952: Die Wiedergründung - Auf dem Weg zum Neuanfang

Mit der "Stunde Null" im Mai 1945 kam der vom Deutschen Reich 1939 entfesselte Krieg zu seinem Ende. Und das hieß: Zerstörte Städte, Millionen von Flüchtlingen und Heimatlosen. Die Siegermächte besetzten das Land, die Entwaffnung und Entmilitarisierung des gesamten Reichsgebietes war nach der Kapitulation ein wichtiges Ziel.

An Schießsport war in dieser Zeit verständlicherweise nicht zu denken - zumal ein generelles Verbot von Waffenbesitz in der ersten Besatzungszeit bestand.
Zum Anfang
Doch schon im Jahr 1946 gab es regionale und lokale Lockerungen. Sie gelangen beispielsweise Dr. Peter Louis für die 1927 gegründete Erzbruderschaft vom Heiligen Sebastian für das Rheinland und Westfalen. 

Die Bruderschaften konnten sich in ihren Schützentrachten wieder in der Öffentlichkeit zeigen. 1948 fanden nicht nur in Köln und Aachen, sondern auch in Paderborn "Armbrusttage" statt.

1949 - das Grundgesetz war gerade beschlossen - fiel das Verbot des Schützenwesens seitens der Alliierten Hohen Kommission. Die Weg für die Bildung von Schützengesellschaften war vier Jahre nach Kriegsende frei.

Zum Anfang
Ganz programmatisch fasste Erich Czwalinna in "125 Jahre Niedersächsische Schützen" die ersten Jahre nach dem Krieg und die Rückkehr zum Schießsport zusammen: "Die Schausteller der Schießbuden waren mit ihren schon früh erteilten Genehmigungen zum Blumenschießen gewissermaßen Wegbereiter der Schützen nach dem Krieg."

Und im Tätigkeitsbericht der Bundesregierung hieß es 1950 noch behördlich-trocken:

"Aus wirtschaftlichen Gründen hat das Militärische Sicherheitsamt es für nötig erachtet, daß vorerst Waffenscheine nur an Inhaber eines Jagdscheines ausgegeben werden. Schützenvereine (...) müssen daher gegenüber den dringenden Bedürfnissen der deutschen Jagd zurückstehen."
Zum Anfang
Im Herbst 1950 begannen in Bremen die Vorbereitungen für einen Zusammenschluss, der an den früheren Nordwestdeutschen Bezirksverein anknüpfen sollte. Deren Initiatoren: Hermann Meyer (Bremen), Heinrich Hey (Bremervörde) und Hermann Franke (Oldenburg) sowie Ernst Zimmermann (Fischerhude). 

Sie gründeten die Neue Deutsche Schützenzeitung und gaben ihrem (neuen) Verband, dem Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB), eine publizistische Plattform. Die erste Ausgabe in "schützengrün" erschien mit einem "Aufruf an alle Schützen" im Dezember 1950.
Zum Anfang
Bis zu seiner Auflösung durch die Nationalsozialisten 1936 war der Deutsche Schützenbund ein Zentralverband. Schützen und Schützengesellschaften konnten direkt Mitglied werden. Zudem gab es regionale und überregionale Zusammenschlüsse.

Die Verbandsgründungen ab 1949 orientierten sich an ihren historischen Vorbildern, berücksichtigen nun aber zwangsläufig auch die (neuen) geografischen Gegebenheiten.
Zum Anfang
Die Gründungsdaten der westdeutschen Landesverbände
  • Oberpfälzer Schützenbund: 25. Juni 1950
  • Westfälischer Schützenbund: 6. August 1950
  • Bayerischer Sportschützenbund: 23. September 1950
  • Niedersächsischer Sportschützenverband: 24. September 1950
  • Nordwestdeutscher Schützenbund: 14. Januar 1951
  • Badischer Sportschützenverband: 15. April 1951
  • Schützenverband Berlin-Brandenburg: 6. Juni 1951
  • Rheinischer Schützenbund: 6. Oktober 1951
  • Hessischer Schützenverband: 14. Oktober 1951
  • Pfälzischer Sportschützenbund: 21. Juli 1952
  • Südbadischer Sportschützenverband: 27. Januar 1952
  • Württembergischer Schützenverband: 16. März 1952
  • Schützenverband Hamburg und Umgegend: 13. November 1952
  • Norddeutscher Schützenbund: 10. Dezember 1952
  • Schützenverband Saar: 15. März 1951
Zum Anfang
Geradezu euphorisch berichtet die Deutsche Schützenzeitung im April 1951 von der "Nauheimer Tagung", in deren Rahmen die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schützenverbände unter Leitung von Dr. Paul Wehner und Ernst Zimmermann als Sekretär als vorbereitendes Gremium für einen neuen Deutschen Schützenbund gegründet wurde.

Hektische Betriebsamkeit herrschte in diesen Wochen, galt es doch, sich auf einheitliche Vorgaben zu einigen und wichtige Verbandsdokumente auszuarbeiten.

Im September 1951 war es schließlich soweit: Im Savoy-Hotel in Frankfurt am Main wird der Deutsche Schützenbund wiedergegründet.
Zum Anfang
"Alles in bester Vorbereitung. Schlafen Sie etwas vor", schrieb Dr. Peter Louis im November 1951 an Ernst Zimmermann. Denn für den 18. November 1951 wurde die feierliche Proklamation des Deutschen Schützenbundes in Köln anberaumt, am Tag zuvor sollte die erste Delegiertenversammlung des Verbandes im Kasinosaal der Bürgergesellschaft stattfinden. 

Hierzu erschienen die Vertreter des Bayerischen Sportschützenbundes buchstäblich in letzter Minute - unter großer Begeisterung und "Bayern ist da!"-Rufen.

Mit großer Mehrheit wurde Dr. Paul Wehner zum ersten Präsidenten des Deutschen Schützenbundes gewählt - die Proklamation am Folgetag konnte beginnen.


Zum Anfang
"Ich werde diese 2 Stunden nie in meinem Leben vergessen, so eindrucksvoll war es", schrieb Ernst Zimmermann im Rückblick auf diesen Tag. Zurecht: 1.100 Menschen waren im Großen Kongresssaal der Kölner Messe versammelt. 

Allein 300 niedersächsische Schützen mit 100 Fahnen waren mit einem Sonderzug aus Hannover angereist, die große Hamburger Abordnung wie viele andere Landesverbände war schon am Vortag aus der Hansestadt an den Rhein gekommen.

Um Punkt 11 Uhr traf auch der Bundespräsident der jungen Bundesrepublik, Theodor Heuss, an der Messe ein - und wurde stürmisch empfangen.
Zum Anfang
Mit dieser Frage setzte sich der Kölner Regierungspräsident Dr. Warsch in seiner Festrede auseinander. Und beantwortete die (rhetorische) Frage selbst mit vier Forderungen, die er den Schützen sozusagen ins Stammbuch schrieb: 
  • "Lasst uns Brüder sein und unseren Mitmenschen helfen in der Not."
  • "Lasst uns echte Patrioten sein."
  • "Lasst uns grundsatztreue Charaktere sein."
  • "Lasst uns Freunde der Jugend sein."
Damit stand für ihn fest: Schützentum ist lebendigste Gegenwart.
Zum Anfang
Als Prof. Dr. Theodor Heuss, der seit 1949 Bundespräsident war, schließlich ans Rednerpult trat, wurde er noch einmal stürmisch umjubelt. Ausdrücklich erwähnte er die Brüderlichkeit und die deutsche Nationalgeschichte, die dem Schützenwesen innewohnt. Die Schützen waren für ihn Träger der deutschen Tradition.

Schützen sollten sich, so Heuss weiter, gerade für die vielen Heimatvertriebenen im Westen einsetzen. Er stellte den Deutschen Schützenbund unter den Schutz der Bundesrepublik Deutschland und seiner Regierung. Dr. Wehner hing er im Anschluss persönlich die Präsidentenkette um.
Zum Anfang
Zum feierlichen Proklamationsakt der Wiedergründung gehörte an diesem Novembertag im Jahr 1951 auch die Einführung eines neues, von den niedersächsischen Schützen gestifteten Banners.

Hermann Wüstehoff, der Präsident des Niedersächsischen Sportschützenbundes, sagte bei der Enthüllung des Banners: 

"In dem Augenblick, wo ich dieses Fahnentuch berühre, möge die Tradition des alten Bundesbanners, das in Nürnberg verbrannte, auf dich übergehen."
Zum Anfang
1862, ein Jahr nach der Gründung des Deutschen Schützenbundes, übergab Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha in Frankfurt am Main das Bundesbanner seiner Bestimmung. Das alte Banner verbrannte vermutlich 1945 bei den Bombenangriffen auf Nürnberg in der alten Bundesgeschäftsstelle. 

1951 stiftete der Niedersächsische Sportschützenverband eine originalgetreue Nachbildung. Sie ist aus schwerem Seidendamast mit Gold- und Seidenstickerei, 1,80m breit und 2,40m hoch, hat die Form einer dreizüngigen „Oriflamme“ (Goldflamme), die Form des alten Kriegsbanners der französischen Könige. Die Rückseite zeigt wie das Vorbild den schwarzen doppelköpfigen Reichsadler der Habsburger. Das gold-gelbe Mittelfeld trägt in einem Eichenkranz mit schwarz-rot-goldener Schleife die Inschrift: "Deutscher Schützenbund gegründet zu Gotha 11. July 1861". 

Auf die Stiftung weist auch das niedersächsische Landeswappen hin, das auf dem mittleren Wimpel angebracht ist. Mit den übrigen Wappen wird verwiesen auf Gotha als Gründungsort 1861, Bad Nauheim als Ort der ersten Zusammenkunft nach dem Krieg,  Frankfurt am Main als Ort der Wiedergründung und Köln als Ort der Wiedergründungsproklamation. Auf der oberen Randleiste sind - später eingefügt - die Wappen von Hannover und München zu sehen, den beiden Städten, in denen 1955 und 1965 bzw. 1961 die drei Deutschen (Nachkriegs-)Bundesschießen stattfanden.

Seit 2014 verfügt der Deutsche Schützenbund über eine leichtere, einfacher zu handhabende Verbandsfahne, das Reisebanner. In seinem Aussehen entspricht es dem großen Bundesbanner, es ist ca. 1,50m hoch und 90cm breit.
Zum Anfang
Mit so positiven Worten - zumal an einem Novembertag - fasste Willi Daume, der als Präsident des Deutschen Sportbundes und als Vertreter des Nationalen Olympischen Komitees dabei war, die Stimmung in Köln zusammen.

Wilhelm Treek resümierte für die Schützenwarte mindestens ebenso ergriffen:

"Alle Anwesenden, Ehrengäste und Schützen, standen beim Verlassen der Kongresshalle unter dem tiefen Eindruck dieser Feierstunde.
 Aus allen Gesprächen hörte man dabei immer wieder die Genugtuung, bei diesem großen Ereignis dabei gewesen zu sein, da man selten eine erhebendere Stunde erlebt habe."

Zum Anfang
Zum Anfang

1952-1959: (Wieder) auf internationalem Parkett

Der Deutsche Schützenbund etablierte sich in den Jahren nach seiner Wiedergründung rasch. Da blieben Herausforderungen auf innerverbandlicher Ebene ebenswenig aus wie beispielsweise im Zusammenspiel mit einigen Landessportbünden. 

Und doch schritt man entschlossen voran: Die erste Sportordnung entstand und man entsandte wieder Schützen zu internationalen Wettkämpfen. Zudem knüpfte man an Vorkriegstraditionen an. Dazu auf den folgenden Seiten mehr.
Zum Anfang
Die erste Sportordnung des wiedergegründeten Deutschen Schützenbundes galt zunächst nur der einheitlichen Regulierung des Luftgewehrschießens. Autor war der Karlsruher Sport- und Jagdwaffenhersteller und 300-Meter-Weltmeister von 1939, Walter Gehmann. Er wollte das Regelwerk eher einfach halten, um möglichst viele - vor allem auch junge - Schützen für das noch vor dem Krieg als "Spielzeug" verpönte Sportgerät zu begeistern. 

Die Sportordnung wurde am 10. Mai 1952 bei der Gesamtvorstandssitzung in Wiesbaden beschlossen, bald gedruckt und an die Landesverbände verschickt.

Ein Beispiel für die Praxisnähe dieser Sportordnung: Auf die Frage, wieso die Mannschaftstärke im Gegensatz zu den letzten Vorkriegsschießordnungen von fünf auf vier Schützen verringert wurde, sagte Gehmann: "Aus Zweckmäßigkeitsgründen. Es bestehen mehr Möglichkeiten, an einem Wettkampf teilzunehmen. Vier Schützen gehen auf zwei Motorräder."
Zum Anfang
Parallel dazu erschien eine „Fibel für Bogenschützen und solche, die es werden wollen“. Autor war der Nürnberger Finanzbeamte (und von Haus aus Kleinkaliberschütze) Konrad Aichemüller (1916-2005), den man beim Deutschen Schützentag 1954 in Wiesbaden zum 1. Bogenreferenten gemacht hatte. 

Er organisierte bereits im September 1955 einen Fernwettkampf mit drei Vereinen, 1957 eine erste Bundesmeisterschaft in Hannover, und 1958 die ersten regulären Deutschen Meisterschaften in Nürnberg-Erlensteg. Aichemüller gilt als "Vater des Bogenschießens in Deutschland".

Die Anregung, das Bogenschießen ins DSB-Sportprogramm aufzunehmen, kam 1953 vom schwedischen Generalsekretär der Féderation International de Tir à l´Arc (FITA), Lars Ekegren.
Zum Anfang
Die Deutschen Bundesschießen waren zentrale Sportveranstaltungen für die deutschen Schützen - und dort herrschte "Hochstimmung", wie es Heinrich Wiehemeyer 1955 formulierte. 

Die Veranstaltung dauerte mehrere Tage und und wurde wie ein Volksfest zelebriert.

Eine Schützenmedaille von 1955 wird beispielsweise im Rheinischen Schützenmuseum Neuss aufbewahrt.
Zum Anfang
Im Jahr 1955 in Hannover, beim ersten Bundeschießen nach dem Krieg, nahm der DSB das Bundeskönigsschießen auf Anregung der Niedersächsischen Schützen, ins Programm. 

Das Königsschießen gehörte (und gehört) zu den althergebrachten, zentralen Veranstaltungen in vielen Schützengesellschaften. Erster Bundesschützenkönig wurde der Badener Fritz Zimmermann.

Das Bundeskönigschießen sollte den besten der vielseitigsten Schützen - Damen waren auch zugelassen – ausfindig machen. Das bedeutete, dass mit dem Luftgewehr oder dem Zimmerstutzen auf 10 m, mit dem Kleikalibergewehr auf 50 m und mit dem Scheibengewehr auf 100 m jeweils eine Serie von 5 vorher anzukündigenden „Königschüssen“ abzugeben war. Zu diesen Ergebnissen wurden noch die beiden besten aus der Teilerwertung in Ringe umgerechneten Tiefschüsse mit Luftgewehr und KK-Gewehr auf die Festscheibe hinzuaddiert.
Zum Anfang
Anfang der 1950er Jahre erklang nicht nur das olympische Motto für deutsche Sportschützen - wie hier bei der Eröffnungszeremonie in der finnischen Hauptstadt 1952. Auch die Teilnahmen an Welt- und Europameisterschaften standen wieder im Kalender der Athleten.

Helsinki, Oslo, Moskau und Caracas lauteten die sportlichen Destinationen für die Sportschützen des gerade wiedergegründeten deutschen Verbandes. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.
Zum Anfang
Die Olympischen Sommerspiele 1952 fanden im Juli und August 1952 in Helsinki statt, nachdem kurz davor die Weltmeisterschaften in Oslo - dem ersten internationalen Wettkampf für die deutschen Schützen nach der Wiedergründung - zu Ende gegangen waren. Mannschaften aus Japan und Deutschland (die Bundesrepublik und das Saarland traten damals separat an, die DDR nahm nicht teil) durften erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder teilnehmen.

Für die deutschen Sportschützen Albert Sigl, Erich Spörer, Fritz Krempel, Ludwig Leupold, Paul Wehner und Kurt Schöbel, die im Kleinkaliber Dreistellungskampf, liegend, mit der freien Pistole, mit der Schnellfeuerpistole und beim Wurfscheibenschießen antraten, ging die erste Nachkriegsteilnahme an Olympischen Spielen jedoch ohne Medaille aus. Das sollte sich jedoch in den folgenden Jahren ändern.
Zum Anfang
Beste Stimmung herrschte beim deutschen Schießsportteam auf dem Weg in die venezolanische Hauptstadt Caracas. Ein weiter Weg lag vor ihnen - im Medaillenspiegel wurde er bedauerlicherweise jedoch nicht belohnt.

Mit nicht weniger als 20 Goldmedaillen führten die Schützen aus der damaligen Sowjetunion das Ranking an. Auf den Plätzen 2 und 3 schaffte es Schweden vor den Vereinigten Staaten. Die deutsche Mannschaft ging - wie zwei Jahre später bei den Olympischen Spielen in Melbourne (Australien) - leer aus.
Zum Anfang









Für die damalige Zeit beeindruckende Aufnahmen (leider ohne Ton) sind von der Weltmeisterschaften im Sportschießen erhalten, die 1958 in Moskau stattfanden.


Peter Kohnke - er wird uns gleich noch einmal begegnen - wird Weltmeister (Jugendklasse) im Dreistellungskampf, Hans-Werner Harbeck Dritter.
Zum Anfang
Insgesamt sechs Schießsportwettkämpfe fanden 1960 in der italienischen Hauptstadt statt. Austragungsorte waren das Campo di Tiro a volo Lazio (Tontaubenschießen), der Poligono di Cesano (freies Gewehr) und der Poligono di Tiro Umberto I (übrige Disziplinen).

Einer der beiden strahlenden Medaillengewinner aus Deutschland: Der damals erst 18-jährige Peter Kohnke sicherte sich im Liegendschießen eine Goldmedaille. 

Weiterer Medaillengewinner aus Deutschland: Klaus Zähringer, der Bronze im Dreistellungskampf gewann. 
Zum Anfang
Zum Anfang

1961-1972: Aufbruch in die Moderne

"Präsident Dr. Wehner hatte im Frühjahr 1956 einfach keine Neigung mehr, sich das schwierige Amt des DSB-Präsidenten anzutun", bemerkt die Chronik des Deutschen Schützenbundes. Ernst Zimmermann ging intensiv auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger und fand ihn kurze Zeit später.

Im Rückblick darf man Georg von Opel, Enkel von Automobilbauer Adam Opel, als erfolgreichen Unternehmer, ja Tausendsassa, bezeichnen. Autohäuser, Tankstellen, technische Erfindungen, einige Geschwindigkeitsrekorde (zuletzt mit einem Elektro-Opel) und ein heute noch populärer Zoo in Kronberg / Taunus sind mit seinem Namen verbunden. Er war ein vielseitiger Athlet. Zum Sportschießen kam er über seine Jagdleidenschaft. Lediglich den ihm übertragenen Titel des "Konsuls von Haiti" befand er als unpassend und legte ihn bald wieder ab... 
Zum Anfang
"Jubelnde Begeisterung und Zustimmung" begleitete die einstimmige Wahl Georg von Opels zum neuen Präsidenten des Deutschen Schützenbundes im Juni 1957 beim 
6. Deutschen Schützentag in Dortmund.


Was viele nicht wissen: Die "Sportschützen Wiesbaden e.V." hatten einen nicht unbedeutenden Anteil daran, dass man sich im Vorfeld für von Opel entschied. Der Verein erfuhr große Unterstützung durch Georg von Opel, als es um die Aufnahme in den hessischen Landessportbund in der Nachkriegszeit gehen sollte. 

Dessen Vorsitzender Heinz Staab empfahl von Opel kurzerhand an Ernst Zimmermann, als der auf Kandidatensuche für einen Nachfolger von Dr. Paul Wehner war.
Zum Anfang
"Von Opel war maßgeblich daran beteiligt, dass die Weltmeisterschaften 1966 nach Wiesbaden kamen. Wir haben zum Teil vollkommen neue Sachen auf dem Freudenberg eingeführt, z.B. die Scheibenwechsler. Und wir haben ein Demonstrationsschießen mit dem Luftgewehr veranstaltet, dass damals noch keine Disziplin bei der UIT (der heutigen ISSF, Anm. d. Red.) war. Das hat großen Anklang gefunden und wurde daraufhin ins Programm eingeführt", erinnert sich Hans Kowar an die Zeit von Opels.

Nicht weniger bedeutend war sicher der Umstand, dass sich Georg von Opel massiv für eine verstärkte Integration von Frauen in den Schießsport einsetzte: "Die Damen seien Vollmitglieder, sie haben daher die gleichen Rechte und Pflichten", so der damalige DSB-Präsident unmissverständlich.
Zum Anfang
Georg von Opel hatte im Vorfeld der 100-Jahr-Feier 1961 klare Vorstellungen: "Zum 100-jährigen Jubiläum gehört ein Festzug. Ohne Festzug kein Jubiläum."

Jeder Landesverband solle sich daran beteiligen, so der DSB-Präsident weiter. Die Bilder beweisen: Sie taten es! Sogar eine Abordnung der italienischen Carabinieri konnte begrüßt werden. Und auch das umfangreiche Programm während des Festaktes im Herkulessaal der Münchner Residenz ging auf von Opels Idee zurück.

Leider war es regnerisch an diesem Tag in München, die Aufnahmen aus der bayerischen Landeshauptstadt sprechen aber dennoch für sich...
Zum Anfang
Zum Anfang
In Sachen Schießsportschule brachte Georg von Opel Ende der 1950er Jahre Tempo. Den Hauptgeschäftsführer des DSB bat er, "die notwendigen Schritte einzuleiten, damit wir noch in diesem Jahr die Schule einweihen können". 

Doch auch das ging ihm nicht schnell genug: Im Mai 1959 stellte von Opel einem finnischen Trainer ein Auto zur Verfügung, damit dieser durch Nord- und Süddeutschland fahren konnte, um das Pistolenschießen in den Vereinen zu verbessern. 

Die Erfolge sprachen für sich: Peter Kohnke - Sie haben ihn bereits kennengelernt - wurde Juniorenweltmeister und Olympiasieger, die Zeit Harbecks, Klingners und Zähringers begann. Und 1961 wurde die Schießsportschule dann eröffnet.
Zum Anfang
Zum Anfang
Schon im Folgejahr beachtliche Erfolge bei den Weltmeisterschaften im ägyptischen Kairo: 2 Gold-, 1 Silber- und 2 Bronzemedaillen für die Schützen der BRD sowie 1 Silber- und 4 Bronzemedaillen für die der DDR.

Allein Karl Wenk sicherte sich zwei Goldmedaillen mit dem Gewehr.

Zwar ohne Ton, jedoch nicht weniger beeindruckend: Die umfangreichen Videoaufnahmen, die einen lebendigen Einblick in den Verlauf dieser WM (sozusagen im Schatten der Pyramiden) geben.
Zum Anfang
Auch innerverbaldich gab es erfreuliche Nachrichten zu vermelden: Im Juni 1962 berichtete die Deutsche Schützenzeitung auf der Titelseite vom geradezu sprunghaften Anstieg der Mitgliedszahlen seit den frühen 1950er Jahren.

So stieg die Zahl der Schützinnen und Schützen in der Bundesrepublik innerhalb von zehn Jahren von 84.000 auf 426.000.
Zum Anfang
Unter anderem mit Margarete Maul, Ursula Havenstein, Gerda Aichemüller (im Bild beim Training) und Hermine Bierbaum ging es 1963 erneut in den Norden nach Helsinki, diesmal zur Bogen-WM.

Medaillen waren den deutschen Starterinnen und Startern nicht vergönnt, dennoch zeigte sich, dass die in den zurückliegenden Jahren getätigten Investionen in ihren Sport gut angelegt waren. 
Zum Anfang
Strahlende Gesichter auf dem Mannschaftsfoto, das am Rande der WM in Helsinki entstand.

Von links nach rechts: 
Gerda Aichemüller, Margarete Maul, Ursula Havenstein.

Kniend: Konrad Aichemüller.
Zum Anfang
Wenige Jahre nach der Schießsportschule im Wiesbadener Stadtteil Klarenthal und in unmittelbarer Nähe zu ihr entsteht eine neue, zweckmäßige Bundesgeschäftsstelle (im Bild das obere der beiden Gebäude).

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und während der Wiedergründungsphase befand sich eine Geschäftsstelle zunächst in Frankfurt am Main, dann am Wiesbadener Luisenplatz.


Zum Anfang
Wir hatten es bereits erwähnt: Die Schießsport-WM auf dem Wiesbadener Freudenberg, die damals 39. des Weltverbandes UIT, war eine besonders innovative. Das westdeutsche Team erreichte Platz 5 mit 4 Medaillen.

Das Luftgewehr - damals noch nicht olympisch - wurde unter Wettkampfbedingungen getestet, Scheibenwechsler wurden eingeführt.

Zum Anfang
Die Wiesbadener Schießsport-WM war eines der ersten großen internationalen Championate, die nach dem Krieg in Deutschland stattfanden. 

Die DSB-Spitze hatte sich etwas mehr erhofft, was die Medaillenausbeute anging, aber Heimweltmeisterschaften waren schon damals viel Nervensache. 

Immerhin: Mit Gerd Kümmet gab es erstmals einen Luftgewehr-Weltmeister. Und Elisabeth Gräfin von Soden erreichte Gold im Trap.

Zum Anfang
Drei besonders erfolgreiche Olympiateilnehmer kehrten zwei Jahre nach der WM im eigenen Land aus Mexico-City zurück.

Bernd Klingner erreichte Gold im Gewehr-Dreistellungskampf, Heinz Mertel  Silber mit der Pistole und Konrad Wirnhier Bronze im Skeet. 

Ebenfalls Bronze errang Kurt Czekalla (DDR) im Trap.
Zum Anfang
"Gerade die Leidenschaft und Intensität, mit der Georg von Opel die Pflichten des Lebens zu bewältigen versuchte, kostete ihn viel Kraft [und] zehrte an der körperlichen Substanz (...) Er engagierte sich ein Leben lang mit Herz und Hand für die Pflicht und die Kür seines geschäftlichen und privaten Lebens.

Mit diesen Worten begleitete die Deutsche Schützenzeitung den Abschied von Georg von Opel, der im August 1971 nur 59-jährig verstarb.

Konrad Aichemüller, der langjährige Bogenreferent des DSB, beschrieb den verstobenen Präsidenten einmal so: "Dr. von Opel war ein feiner Kerl (...) Er hat vieles getan, um das Bogenschießen zu fördern."
Zum Anfang
Der Tod des Präsidenten traf den Deutschen Schützenbund unerwartet - kurz vor der Schießsport-EM in Suhl und im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden. Dazu kamen die in weniger als einem Jahr beginnenden Olympischen Spiele in München. 

Daher entschied man sich, die Präsidentensuche zu vertagen. Geschäftsführend war der in Straubing (Niederbayern) lebende Alfred Michaelis, bisher 2. Vizepräsident, nun Präsident.

Beim Deutschen Schützentag 1973 wurde er von den Delegierten schließlich ohne Gegenstimme zum Präsidenten gewählt.
Zum Anfang
Die Spiele der XX. Olympiade fanden von Ende August bis Mitte September 1972 in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Im Schießsport gab es acht Wettbewerbe, wobei Gewehr 300m letztmalig bei Olympischen Spielen ausgetragen wurde.

Konrad Wirnhier gelang im Skeet eine Goldmedaille. Der DDR-Schütze Michael Buchmann holte (ebenfalls im Skeet) eine Bronzemedaille, Werner Lippoldt eine weitere im Kleinkaliber Dreistellungskampf.

Und nach 52 Jahren gab es erstmals wieder Wettbewerbe im Bogenschießen...
Zum Anfang
Schließen
Es wurde  jeweils ein Wettbewerb für Männer und Frauen veranstaltet. Die Wettbewerbe wurden vom 7. bis 10. September im Englischen Garten ausgetragen. 

Die Aufnahmen des Weltbogenverbandes World Archery geben einen umfangreichen Einblick in die Wettbewerbe und ihre Atmosphäre. Sehen Sie am besten selbst!
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Kehat Schor, Trainer der israelischen Sportschützen, fiel bei den Olympischen Spielen 1972 wie zehn weitere Israelis und ein deutscher Polizeibeamter dem palästinensischen Terroranschlag zum Opfer. Anlässlich des 50. Jahrestages wollten der Deutsche Schützenbund und die Israel Shooting Federation die Erinnerung aufrechterhalten und einen Beitrag zu einer friedvollen Verständigung leisten.

Dazu wurde ein deutsch-israelischer Freundschaftswettkampf, der "Munich 1972 Memorial Cup", in der Finalhalle der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück ausgetragen. Jeweils vier Spitzen- sowie vier Nachwuchsathleten beider Länder traten im Luftgewehr-Mixed Wettkampf gegeneinander an, um das freundschaftliche Verhältnis zu dokumentieren.


Zum Anfang
Hans-Heinrich von Schönfels stiftete in Gedenken an Kehat Schor noch während der Feierstunde des "Munich 1972 Memorial Cup" eine Trophäe. 

"Wir wollen mit dem Preis ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Hetze und Gewalt setzen und gerade der jungen Generation die Bedeutung der Werte des Sports und des Olympischen Gedankens weitergeben", so von Schönfels in seiner Ansprache. 

"Wir werden die aus dem traurigen Anlass entstandene bzw. wiederbelebte enge Freundschaft zwischen unseren Verbänden, dem Deutschen Schützenbund und der Israel Shooting Federation, weiter vertiefen."

Seit 2023 wird der Kehat-Schor-Gedächtnispreis jährlich an die Siegerin oder den Sieger der Jugendklasse in der Disziplin Kleinkaliber-Gewehr 3x20 mit dem besten Ergebnis verliehen (im Bild die Siegerin von 2025, Anabell Dörsam / SV Petersberg mit der Tochter Kehat Schors, Michal Shahar).
Zum Anfang
Carla Nolpa und Ursula Büschkin waren die ersten Bogenschützinnen aus Deutschland, die an den Olympischen Spielen 1972 in München teilnahmen. Damit waren sie Teil der 95 Starterinnen und Starter aus 27 Nationen, die eine doppelte FITA-Runde schossen.

In der FITA-Runde schossen die Frauen jeweils 36 Pfeile auf eine Distanz 70 m, 60 m, 50 m sowie 30 m Entfernung und die Männer auf 90 m, 70 m, 50 m sowie 30 m Entfernung. Insgesamt musste jeder Teilnehmer somit 288 Wettkampfpfeile schießen. 

Während bei den beiden längeren Distanzen, sowohl bei Männern wie auch bei Frauen, auf Zielauflagen mit 122 cm Durchmesser geschossen wurde, wurde für die beiden kürzeren Distanzen eine Auflage mit 80 cm Durchmesser verwendet.


Zum Anfang
Die Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück vor den Toren Münchens entstand bekanntlich im Hinblick auf die Spiele von 1972.

Sie zählt heute zu den größten zivilen Schießsportanlagen der Welt und gilt als eine der modernsten Austragungsstätten für die olympischen und nichtolympischen Disziplinen des Sportschießens.

Der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) übernahm die Anlage von der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2006 als Eigentümer. Sie dient auch als Landesleistungszentrum und als Olympiastützpunkt.
Zum Anfang
Als eines der größten Breitensportevents der Bundesrepublik hat sie sich seit langem etabliert. 1974 fanden die ersten Deutschen Meisterschafte in Hochbrück statt.

Jedes Jahr im Spätsommer treffen sich seitdem auf der Olympia-Schießanlage die besten Schützinnen und Schützen des Landes. Egal, ob Groß oder Klein, Breiten- oder Spitzensportler, mit Lang- oder Kurzwaffe, Flinte oder Armbrust - gekämpft wird um jeden Ring bzw. jede Scheibe.
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang

1973-1989: Der Deutsche Schützenbund wächst - Erstmals über 1 Mio. Mitglieder

Wer hätte Anfang oder Mitte der 1970er Jahre geahnt, welche großen Umbrüche am Ende des folgenden Jahrzehnts anstehen würden? 

Dass der Deutsche Schützenbund dann nicht mehr nur aus den westdeutschen Landesverbänden besteht, sondern ein gesamtdeutscher Spitzensportverband mit 20 Landesverbänden sein wird?

Oder dass er schon zuvor die Millionen-Mitglieder-Marke überspringt? Folgen Sie uns auf den nächsten Seiten durch mehr als eineinhalb bewegte Jahrzehnte Deutscher Schützenbund!
Zum Anfang
In den 1970er Jahren gab es gleich mehrere Initiativen, um Brauchtum und Tradition rund um das Schützenwesen zu pflegen und zur Geltung zu bringen.

Im Zug des Umbaus der Bundesgeschäftsstelle Mitte der siebziger Jahre sorgte Präsident Michaelis für eine - wenn auch bescheidene - Unterbringung historischer Erinnerungsstücke in der Bundesgeschäftsstelle Klarenthal.

Der Baden-Badener Schützentag 1976 brachte das Bundeskönigsschießen und das Treffen der ältesten deutschen Schützenvereine (im Bild: Aschaffenburg, 1976) auf den Weg.
Zum Anfang
Die Treffen der Ältesten Schützenvereinigungen ging auf eine Initiative des Redakteurs der Deutschen Schützenzeitung, Karl-Heinz Lanz, zurück. 

Präsident Michaelis pflichtete ihm bei: "Wir reden zwar immer wieder von der Schützentradition, von ihrer Größe und Bedeutung. Doch in der Praxis läßt diese Pflege von Sitte und Brauchtum nach wie vor zu wünschen übrig."

Das erste Treffen fand 1976 in Aschaffenburg statt, weitere Stationen waren seitdem u.a. Büdingen, Biberach, Ulm, Berlin, Goslar, Duderstadt, Reutlingen, Osnabrück und Hildesheim.
Zum Anfang
Seit Mitte der 1970er Jahre führt der DSB auch eine Liste der ältesten Schützengesellschaften, die nach wie vor gepflegt und ergänzt wird. 

Darin sind ca. 800 Vereine verzeichnet, die nachweislich vor dem Jahr 1700 gegründet wurden und heute noch im Verband aktiv sind. 

Die Liste wird angeführt von der Karlsschützengilde der Stadt Aachen vor 1198. 

Sie gilt als ältester Sportverein überhaupt.
Zum Anfang
Ende Juli 1980 fanden die schießsportlichen Wettbewerbe dieser Olympischen Spiele östlich von Moskau auf der Schießanlage "Dynamo" statt.

Das NOK für Deutschland kam der Empfehlung der bundesdeutschen Regierung nach und stimmte auf seiner Mitgliederversammlung am 15. Mai 1980 - nach heftigen Debatten und gegen den Willen der Sportler mit 59:40 Stimmen - wie viele andere Staaten auch für ein Fernbleiben von den Spielen.

Für die Sportschützen aus der DDR waren es durchaus erfolgreiche Wettbewerbe: 5 Silbermedaillen und 1 Bronzemedaille konnten erreicht werden.
Zum Anfang
Während der elfjährigen Präsidentschaft Alfred Michaelis' von 1971 bis 1982 verdoppelte sich die Mitgliederzahl des DSB auf über eine Million. Einziger Wermutstropfen: Zum Verdruss des Präsidiums war es nicht möglich, das "einmillionste" Mitglied namentlich zu erfassen und eine entsprechende Pressemitteilung abzusetzen.

Die Ansprüche an den Sport und an den Schießsport, die Zahl der Wettbewerbe und damit natürlich auch der Bedarf an Regulierung und Gremienarbeit wuchsen im gleichen Maß. Als "Pendler zwischen Betrieb und Sport" gab Alfred Michaelis die Präsidentenkette beim 31. Deutschen Schützentag Sylt 1982 zurück - und wurde zugleich zum Ehrenmitglied und Ehrenpräsident ernannt.
Zum Anfang
Bereits seit 1981 wurden konkrete Gespräche über die Nachfolge von Präsident Michelis geführt. Andreas Hartinger, 1. Landesschützenmeister des Bayerischen Sportschützenbundes, gab zu verstehen: "Wir haben hier nicht zu wählen, sondern auch auszuwählen."

Kurze Zeit später, im Frühjahr 1982, einigte sich das DSB-Präsidium auf Hartinger als Kandidaten für das Präsidentenamt. Walter Prokop, Landesschützenmeister des Badischen Sportschützenverbandes, sollte als Vizepräsident vorgeschlagen werden.
Zum Anfang
Dem Gesamtvorstand gefiel jedoch die Idee, den Delegierten die Wahl zwischen zwei Persönlichkeiten zu lassen, so dass Hartinger und Prokop beim 31. Deutschen Schützentag am 1. Mai 1982 im Kurhaus von Westerland auf Sylt gegeneinander antraten. Der Unterlegene sollte die 1. Vizepräsidentenstelle übernehmen.

Der 1925 im Landkreis Freising geborene und als Finanzbeamter tätige Andreas Hartinger gewann die Wahl. Seit 1964 war er 1. Landesschützenmeister des BSSB. Er hatte einen hervorragenden Ruf als Organisator der WM Wiesbaden 1966 und als Sportstättendirektor der Olympischen Spiele 1972.

Übrigens war mit Hannelore Kreutzfeld seit 1982 erstmals eine Frau Mitglied des DSB-Präsidiums.
Zum Anfang
Unmittelbar nach dem Amtsantritt Andreas Hartingers fielen rasch Entscheidungen.

Mit Dieter Nobbe wurde ein neuer Redakteur für die Deutsche Schützenzeitung berufen, Fernwettkämpfe mit dem Luftgewehr (mit damals über 1.000 Teilnehmern!) wurden wieder verstärkt in den Mittelpunkt gerückt. Zudem gab es bauliche Erweiterungen in Wiesbaden-Klarenthal (im Bild) sowie in Hochbrück (folgende Seite).

Als Konsequenz auf das Abschneiden bei den Olympischen Spielen Los Angeles 1984 wurde in der Folge das Trainingssystem gestärkt und mit Nikokaus Szapary ein Sportdirektor engagiert.
Zum Anfang
Wie in Wiesbaden-Klarenthal, so auch in Garching-Hochbrück:

Die neue Luftgewehrhalle entstand im Jahr 1982. Eine direkte Antwort auf die Tatsache, dass das Luftgewehrschießen 1984 in Los Angeles für Frauen und Männer olympisch wurde.

2020 wurde dann ein olympischer Mixed-Mannschaftswettbewerb eingeführt.
Zum Anfang
Unter dem Motto "Für Frieden und Völkerverständigung" wurde die WM 1986 am 10. September in Suhl eröffnet.

Wie es scheint, zeigte die erst kürzlich errichtete Luftgewehrhalle in Hochbrück Wirkung: Johann Riederer gewann Gold, Bernhard Süß Bronze mit dem Luftgewehr. Eine weitere Bronzemedaille ging an Michael Heine mit dem Gewehr, Gold an Peter Heinz. Michaela Rink gewann Silber im Skeet.

Uwe Potteck (Luftpistole) errang für die damalige DDR Silber, Ralf Schumann (Schnellfeuer) Bronze, ebenso Anke Völker mit der Luftpistole.









Zum Anfang
Die 44. Weltmeisterschaften im Sportschießen in der Waffenstadt Suhl wurden breit kommuniziert. Das Fernsehen der DDR berichtete ausführlich und stellte die verschiedenen Disziplinen eingehend vor.

Daneben gab es - einmal mehr - Sonderbriefmarken passend zum internationalen Sportereignis.

Auf den Fotos rechts sind unten die Pistolenschützin Anke Völker, Olympionikin von Seoul, Atlanta und Sydney sowie oben DSB-Präsident Andreas Hartinger mit dem Präsidenten des Weltschießsportverbandes, Olegario Vázquez Raña, bei einer Siegerehrung zu sehen.
Zum Anfang
Die Schützen des bundesdeutschen Teams schafften es in der koreanischen Hauptstadt mit einer Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille auf Rang 3 der Medaillenwertung, die der DDR auf Rang 4 (einmal Gold, einmal Silber).

Beeindruckend die Leistung von Silvia Sperber, die sich mit dem Gewehr (Dreistellungskampf) Gold, mit dem Luftgewehr Silber sicherte. Johann Riederer gelang eine Bronzemedaille mit dem Luftgewehr.

Axel Wegener holte Gold im Skeet, Ralf Schumann Silber mit der Schnellfeuerpistole.
Zum Anfang
Der technische Fortschritt war im Schießsport in den zurückliegenden Jahrzehnten erheblich. Ende der 1980er Jahre wurde die Zehn von 1 mm auf die bis heute gebräuchlichen 0,5 mm Durchmesser verkleinert. Eine Fläche kleiner als ein Stecknadelkopf entscheidet also über Sieg oder Niederlage! 

Der Scheibenspiegel hat einen Durchmesser von aktuell gerade einmal 30,5 mm - und das bei einer Schießentfernung von 10 Metern. Auf der folgenden Seite können Sie in der Sportordnung blättern und sehen die Abmessungen einer Luftgewehrscheibe vor 1989 und von heute.
Zum Anfang
Schließen
Vorher/Nacher Ansicht

Vorher-/Nachheransicht starten









Starten Sie die Vorher-Nachher-Ansicht mit einem Klick auf den ▶️-Button unten links.
Zum Anfang
Zum Anfang

1990-1992: Wiedervereinigung - EIN starter und erfolgreicher Verband

Auf dem Weg zur Wiedervereinigung - nicht nur bundespolitisch, sondern auch im Blick auf den Deutschen Schützenbund - gab es 1988 noch eine Präsidiumswahl.

Andreas Hartinger wurde in seinem Amt bestätigt. Das Thema Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation sollte nun entschlossen angegangen werden. 

Doch die große Herausforderung kam mit der "Wende" und der Zusammenführung der Dachorganisationen auf die deutschen Sportschützen zu ...
Zum Anfang
Die sportlichen Kontakte zwischen Schützen(-verbänden) diesseits und jenseits der Mauer waren bislang von der politischen "Großwetterlage" abhängig. 

Eine gewisse Entspannung trat laut Peter Michel, dem damaligen DSB-Geschäftsführer, in der Dekade vor der Wende ein - man hatte eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit erreicht.

Deutlich vertieft wurde sie dann 1990: Zwischen Vereinen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Oberfranken und Thüringen und vielen mehr fanden spontan gemeinsame Sitzungen und Vergleichsschießen statt. 

Zum Anfang
Im Januar 1990 wurde die Bitte des damaligen DSV-Generalsekretärs Jürgen Frehse wörtlich in der Deutschen Schützenzeitung abgedruckt, über die DSB-Landesverbände wurden Kontakte geknüpft und Wettkämpfe organisiert:

"Sehr geehrter Herr Michel, da unsere Schießklubs nun die Möglichkeit haben, mit Schießklubs des DSB (...) Sportbeziehungen aufzunehmen, bitte ich Sie, für unsere Schießklubs in Suhl und Leipzig Vereine (...) vorzuschlagen, die bereits sind, mit unseren Klubs Wettkampfbeziehungen aufzubauen."

Parallel dazu wurden Mustersatzungen, Arbeitshilfen und Richtlinien aus dem Verbandsrecht in die neuen Bundesländer geschickt. Am 20. April 1990 fand schließlich in Suhl ein erstes, offizielles Treffen zwischen den Gremien beider Verbände statt. Da vieles noch unklar war, hielt man zu dieser Zeit beispielsweise "eine gemeinsame Olympiamannschaft für nicht realistisch".
Zum Anfang
Anlässlich des 39. Deutschen Schützentages im Mai 1990 in Köln waren auch Vertreter des DSV und des Bogenschützenverbandes der DDR eingeladen. Am 17. Juli 1990 beschlossen DSB und DSV, dass bis zum 6. September 1990 im Gebiet der DDR die Gründung von Landesverbänden erfolgen solle, die dann einen Antrag auf Aufnahme in den Deutschen Schützenbund stellen konnten.

So gründeten sich am 18. April 1990 der Sächsische Schützenbund, am 16. Juni der Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern, am 28. Juli der Landesschützenverband Sachsen-Anhalt, am 1. September der Thüringer Schützenbund und am 8. September der Brandenburgische Schützenbund (im Bild ihre Präsidenten und der Präsident des dann im Berlin-Brandenburgischen Schützenverband aufgegangenen Berliner Schützenverbandes).
Zum Anfang
Anlässlich des Deutschen Schützentages 1991 in Nürnberg war der Weg frei für die Aufnahme der neuen Mitglieder im DSB. 

Gleichzeitig wurde das DSB-Präsidium um einen Sitz (in Person von Peter Viezens aus Mecklenburg-Vorpommern) als Vertreter der neuen Landesverbände erweitert.

Und sportlich war das Jahr 1991 eine Zeit kaum zählbarer internationaler Titel für den Deutschen Schützenbund, in allen Waffenarten und Altersklassen.
Zum Anfang
Schließen
"DM '91": Über 3.500 Sportlerinnen und Sportler kamen im Sommer 1991 nach Hochbrück - erstmals aus allen 20 Landesverbänden. 

Heinz Reinkemeier und Andrea Kain hatten im richtigen Augenblick ihre Kamera dabei. In ihrer Dokumentation von der Olympia-Schießanlage geben sie einen lebendigen Einblick in die Abläufe und die besondere Atmosphäre in Hochbrück - und zeigen dabei einige bekannte Gesichter.
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
Die erste gesamtdeutsche DM in Hochbrück (1991)

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Den großen sportlichen Erfolg Anfang der 1990er Jahre haben wir angesprochen. Aber in Barcelona lief dann nicht alles wie erhofft. 

"Das Glück blieb unseren Olympioniken etliche Male versagt", fasste die Deutsche Schützenzeitung zusammen.

Und dennoch: Mit zweimal Gold und einmal Bronze konnten durchaus Erfolge gefeiert werden: Michael Jakosits und Ralf Schumann sowie Hans Riederer jubelten. Enttäuscht waren dagegen Silvia Sperber und Sonja Pfeilschifter, die nicht ins Finale kamen.
Zum Anfang
Schließen
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
Blick zurück: Die Eröffnung der Olympischen Spiele 1992 mit dem Bogen.

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang







Grund zur Freude nach Barcelona 1992: Ralf Schumann (Gold), Michael Jakosits (Gold) und Hans Riederer (Bronze).
Zum Anfang
Zum Anfang

1994-1999: Auf dem Weg zu einem modernen und innovativen Sportverband

Der Tod Andreas Hartingers traf den Deutschen Schützenbund völlig unvorbereitet. 

So drehte sich das Kandidatenkarussell vor dem 43. Deutschen Schützentag Ende April 1994 in Frankfurt am Main kräftig.

Aus der Wahl ging schließlich Josef Ambacher, 1. Landesschützenmeister des Bayerischen Sportschützenbundes, als neuer Präsident hervor.
Zum Anfang
Am 9. Dezember 1940 in München geboren, entstammte Josef Ambacher einer alten bayerischen Schützenfamilie. Zuletzt war er Bankdirektor in München.

Seit seinem 14. Lebensjahr war er Mitglied der "D'Oberlandler" in seiner Starnberger Heimat, mit 19 Jahren wurde er bereits Gausportleiter. Seit 1975 folgten verschiedene Wahlämter im Bayerischen Sportschützenbund. Seit 1987 war er dann - in Nachfolge Andreas Hartingers - 1. Landesschützenmeister in Bayern.

"Wir müssen daran arbeiten, dass unser Sport publikumswirksamer wird", so sein Credo. 
Zum Anfang
Josef Ambacher war überzeugt: "Eine Bundesliga der Schützen" müsse kommen. Und sie kam: Schon 1997 begannen die Qualifikationsrunden, 1998 gab es das erste Finale in Gelsenkirchen.

Schwerpunkte legte er darüber hinaus auf den Schulsport, die Förderung des Nachwuchses und des Ehrenamtes. Die bessere Einbindung der Landesverbände in Entscheidungsprozesse, die Sponsorensuche, verstärkte Marketingmaßnahmen sowie die Frauenförderung waren weitere Aufgabenfelder Ambachers. 

Die Broschüren "Zukunft gestalten" (im Bild) und "Frauen formen Zukunft" wurden von PR-Fachleuten mit viel Anerkennung bedacht.


Zum Anfang
"Moderne Verbandsstrukturen" waren das Thema einer außerordentlichen Gesamtvorstandssitzung in Gotha 1996. Man nahm Satzungsänderungen in den Blick, um sich als Verband zu öffnen, der Jugend mehr Raum zu geben und die Verbandsarbeit auf eine moderne, zeitgemäße Basis zu stellen. 

Der DSB verstand sich dabei konsequent als Dienstleister, einige Schützentage wurden seitdem in Kongressform abgehalten. 

Ebenfalls neu entstand Mitte der 1990er Jahre der Sitz der DSB-Bundesgeschäftsstelle oberhalb der Schießsportschule (im Bild).
Zum Anfang
Für Mitte der 1990er Jahre verzeichnet das Archiv des Deutschen Schützenbundes eine ganze Reihe von Neuerungen im Bereich Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit:

Das neue, moderne Logo (im Bild links) stand im Zentrum eines konsequenten Corporate Design, das alte Adlerwappen wird seitdem weiter für traditionelle Anlässe verwendet. 

Der Kölner GFI-Verlag betreute seit 1994 die Erstellung der Deutschen Schützenzeitung. 

Und mit dem Shooty-Adler entstand bis heute ein beliebtes Maskottchen für den Schützennachwuchs, hier in seiner neuesten Bogen-Version zu sehen.
Zum Anfang
Apropos Öffentlichkeitsarbeit: Mit dem DSB-Shop entstand in dieser Zeit eine Anlaufstelle für alle, die sich mit Lehrmaterialien und Regelwerke, Andenken, Sportkleidung und vielem mehr eindecken möchten - in Wiesbaden, per Post und nicht zuletzt direkt vor Ort bei Schieß- und Bogensportveranstaltungen.

Heute bietet der Shop unzählige hochwertige Artikel rund um den Deutschen Schützenbund und ein besonders breites Sortiment passend zu den Deutschen Meisterschaften.

www.dsb-shop.de
Zum Anfang
"Auf unsere Schützen ist eben Verlass", sagte der damalige NOK-Präsident Walter Tröger anlässlich des glänzenden Erfolgs des kleinsten Mannschaftsteils des deutschen Teams in Atlanta.

Gold gab es für Christian Klees (KK liegend) und erneut nach Barcelona 1992 für Ralf Schumann (Schnellfeuer) sowie Silber für Petra Horneber (Luftgewehr) und Susanne Kiermayer (Doppeltrap). 

Eine weitere Silbermedaille gab es überraschend für das Damen-Bogenteam (Barbara Mensing, Cornelia Pfohl, Sandra Wagner).
Zum Anfang
Zum Anfang









Die zahlreichen Medaillen sorgten indes nicht nur bei den strahlenden Schützinnen und Schützen für Glücksgefühle. 


Auch der DSB-Präsident zeigte sich ganz entspannt, mit Sonnenhut und im Gespräch mit Manfred von Richthofen, dem Präsidenten des damaligen Deutschen Sportbundes.
Zum Anfang
"Der Deutsche Schützenbund hatte in der beliebten Sendung Schreinemakers live einen sehr sympathischen Auftritt", schrieb die Deutsche Schützenzeitung über die Performance von DSB-Präsident Josef Ambacher und Olympiasiegerin Silvia Seiderer-Sperber im April 1996.

Beide diskutierten mit Moderator Jörg Wontorra über die Vorteile des Schießsports für Jugendliche - und brachten ihm zwei Plüsch-Shootys für seine beiden Kinder mit.
Zum Anfang
Der Deutsche Schützenbund war bereits sehr früh "drin" im Internet. Schon 1997 hatte man - als erster deutscher Sportverband - eine umfassende Homepage veröffentlicht, begleitend dazu gab es Multimedia-CD-Roms mit vielen Verbandsinformationen.

Inzwischen zählen zum Online-Angebot eine (deutlich aktuellere) Website, ein Podcast und viel Information und Unterhaltung auf Social Media.
Zum Anfang
Im Herbst 1996 beschäftigten sich die Gremien des DSB erstmals mit dem Gedanken einer Stiftung. Präsident Josef Ambacher verfolgte seine Idee in der ihm eigenen Hartnäckigkeit - und wollte damit den Verband finanziell unabhängiger machen. 

Mit viel Einsatz warb er um das Startkapital von damals 250.000 DM, die am 1. Mai 1999 zum Schützentag in Oldenburg tatsächlich erreicht wurden. Die Gothaer Versicherung legte noch einmal 500.000 DM dazu. Der Stiftungsvorstand tagt seitdem regelmäßig. Es handelt sich um eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts, ihr Sitz ist Wiesbaden.
Zum Anfang
Im Jahr 1997 war der bislang höchste Mitgliederstand unter dem Dach des Deutschen Schützenbundes erreicht. 

Fast 1,6 Mio. Schützinnen und Schützen waren in einem der vielen tausend Vereine der 20 Landesverbände als Mitglieder registriert. Rekord - bis heute.
Zum Anfang
Mit der Wiedereinführung des Protektorats bezweckten der DSB und sein damaliger Präsident eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte des Schützenwesens. Es soll an das Selbstbewusstsein, den Mut, den Freiheits- und Einheitswillen, Solidarität und Innovationskraft der Schützen und ihres ersten Protektors und Mitgründers des Deutschen Schützenbundes, Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, erinnern. 

Nach dem Herzog und vor dem Prinzen Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha hatte der Deutsche Schützenbund nur zwei regelrechte Protektoren: die beiden ersten Bundespräsidenten, Theodor Heuss und Heinrich Lübke.
Zum Anfang
Zum Anfang

2000-2009: Neues Jahrtausend, neue Herausforderungen

Das neue Jahrtausend startete sportlich mit den Olympischen Spielen im australischen Sydney. Zu Hause wurde eine Kooperation unterzeichnet, um die Interessen behinderter Bogensportler noch intensiver zu vertreten. 

Und der Wiesbadener Jubiläums-Schützentag 2001 traf wichtige Entscheidungen, u.a. die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Zukünftige Baumaßnahmen im Bundesleistungszentrum und auf der Wurfscheibenanlage Rheinblick, der Eigenanteil zur Unterstützung der Nationalmannschaft und weitere Zukunftsprojekte warfen auch buchhalterisch ihre Schatten voraus.
Zum Anfang
Umfassend medial begleitet, erstmals mit einer Broschüre der DSB-Olympiamannschaft und einer DSZ-Sonderausgabe: die Olympischen Spiele 2000. Dazu Livestreaming als olympisches WebTV.

Die sportlichen Ergebnissen fielen dagegen bescheidener aus: Bronze erreichte das Bogenteam der Damen mit Cornelia Pfohl, Barbara Mensing und Sandra Sachse.



Zum Anfang







50 Jahre Wiedergründung, 140 Jahre Verbandsgründung: gute Gründe zum Feiern. 

Mit dabei: Bundespräsident Johannes Rau (im Bild mit seiner Gattin, links DSB-Präsident Josef Ambacher). Wörtlich sagte Rau damals: "Die Schützen stehen gegen jede Form von Extremismus, sie stehen für Toleranz und für die Zuwendung zu den Schwachen. Das entspricht jahrhundertealter Schützentugend."
Zum Anfang






Der Aufenthalt im März 2001 in der Bundeshauptstadt Berlin brachte für die Delegation des DSB eine Fülle von Terminen - und Gelegenheit, den Sport und das Brauchtum des Schützenbundes und seiner Landesverbände von seiner besten Seite zu zeigen.


Zum Auftakt der Feierlichkeiten stattete man dem Bundesrat sowie der Deutschen Welle eine Visite ab. 

Höhepunkt ohne Zweifel der Empfang beim Bundespräsidenten in Schloss Bellevue. Fahnenabordnungen der Landesverbände nahmen Aufstellung. "Die Schützen sind Freunde in der Freiheit", so das Staatsoberhaupt.
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
2003 trauerte der Deutsche Schützenbund trauert um Peter Michel. Der langjährige Geschäftsführer des viertgrößten deutschen Sportverbandes verstarb überraschend mit 62 Jahren. Seit dem 1. April 1973 war Michel für den DSB tätig und übernahm am 1. Juli 1977 die Führung der Geschäftsstelle in Wiesbaden-Klarenthal.

Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit beim DSB bekleidete Peter Michel auf nationaler und internationaler Ebene verschiedene Ehrenämter. Er war Präsident der AFTSC, dem Zusammenschluss der Schießsportverbände in der Europäischen Union, Mitglied im European Sportshooting Forum und Präsidiumsmitglied im Bundesverband Schießstätten sowie Vertreter des DSB im Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland und in mehreren Gremien des Deutschen Sportbundes.
Zum Anfang
"Die interne Arbeit des Deutschen Schützenbundes soll nach den Regeln eines Qualitätsmanagement-Systems geordnet werden", so der Tenor anlässlich des Deutschen Schützentages 2001 in Wiesbaden.

2004 konnte diesbezüglich ein großer Erfolg vermeldet werden: Aus den Händen des TÜV-Vertreters erhielt Josef Ambacher die Zertifizierung, nachdem die Arbeit in der Bundesgeschäftsstelle der DIN-Norm ISO 9001 entsprach - und weiter entspricht.

Auch auf diesem Gebiet war der DSB Vorreiter aller deutschen Sportverbände.
Zum Anfang
Am 14. Mai 2004, im Rahmen des Deutschen Schützentages, eröffneten Hausherr Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha und DSB-Präsident Josef Ambacher auf Schloss Callenberg das Deutsche Schützenmuseum. Lautstarke Unterstützung kam von den Böllerschützen Tennenlohe.

Das Deutsche Schützenmuseum will die Geschichte des Schützenwesens von seinen Ursprüngen bis zum modernen Sportschießen der Gegenwart für Mitglieder und Öffentlichkeit lebendig und anschaulich darstellen. Ein Deutsches Schützenmuseum gab es bereits in den Jahren 1907 bis 1938. Es befand sich in der alten Bundesgeschäftsstelle in Nürnberg, wurde 1938 von der Gestapo geplündert und bei einem verheerenden Bombenangriff gegen Ende des Krieges schließlich völlig zerstört. Nur wenige, ins Germanische Nationalmuseum ausgelagerte Stücke konnten gerettet werden.
Zum Anfang






Die Pflege der Tradition ist auch heute zusammen mit dem Sport der zweite Zweck des Deutschen Schützenbundes. Etwa 1.000 Vereine des DSB sind nachweislich vor dem Jahr 1700 gegründet worden, schätzungsweise 6.000 bis 7.000 der rund 14.000 heute bestehenden Schützengesellschaften gab es auch schon vor 1900.

Von Einzelpersonen, Vereinen, Gauen, Bezirken und Kreisen und von den 20 im Deutschen Schützenbund zusammengeschlossenen Landesverbänden werden Tradition und Geschichte des Schützenwesens und des Sportschießens in vielfältiger Form gepflegt. Die regionalen Besonderheiten kommen in den zahlreich vorhandenen kleineren und größeren Sammlungen und Ausstellungen zur Geltung.
Zum Anfang

Die Verzierungen der alten Waffen, die Kunst der Scheiben- und Porträtmalerei, der Fahnenstickerei und der Trachtenhersteller sowie die Kreativität der Juweliere und Gold- und Silberschmiede haben seit dem Mittelalter die bürgerliche Kunst und die Volkskunst in Deutschland enorm bereichert - und sind im Museum auf vielfältige Weise sicht- und erlebbar. 


Die Bräuche der Schützengesellschaften, Gilden und Vereine, etwa das Schützenfest mit dem Königsschießen und dem Festumzug, stehen im „Bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes“, das von der Deutschen UNESCO-Kommission geführt wird.

Chronologischer Rundgang durch das Schützenmuseum auf Schloss Callenberg
Zum Anfang
Schließen
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
Ein kurzer Einblick in das Schützenmuseum Schloss Callenberg

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Das Olympiateam des Deutschen Schützenbundes wurde übrigens 2004 ebenfalls auf Schloss Callenberg bei Coburg feierlich nach Athen verabschiedet. 

Die 24 Schützinnen und Schützen sowie Trainer, Betreuer und Funktionäre standen im Mittelpunkt einer großen Abschiedsparty, die unter Einschluss von vielen jugendlichen Schützen und der Bevölkerung Coburgs stattfand. 

Schon lange vor dem Eintreffen der DSB-Auswahl, die von einem abschließenden einwöchigen Vorbereitungslehrgang im Schießsportzentrum Suhl angereist kam, wurden die vielen Besucher durch ein Musikprogramm unterhalten. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden die Olympiaschützen dann einzeln vorgestellt und auf der Bühne im Innenhof des Schlosses interviewt.
Zum Anfang








Ralf Schumann sicherte sich in Athen Gold mit der Schnellfeuerpistole, Christian Lusch Silber mit dem Gewehr und Manfred Kurzer Gold auf die Laufende Scheibe.
Zum Anfang
Schließen
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2004 in Athen

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Die Wurfscheibenanlage "Rheinblick" in Wiesbaden, auf der schon 1966 die Weltmeisterschaften stattfanden, wurde im September 2007 nach Sanierung und Umbau feierlich wiedereröffnet. 

Der Schießstand für die olympischen Disziplinen Trap, Doppeltrap und Skeet zählt seitdem zu den modernsten Anlagen in Deutschland. Am Umbau beteiligten sich das Bundesministerium des Innern, das Hessische Innenministerium, die Stadt Wiesbaden, der Hessische Schützenverband, der WC Wiesbaden und natürlich auch der Deutsche Schützenbund.

Nach der Grundsteinlegung vor über 40 Jahren und den Umbaumaßnahmen zur Weltmeisterschaft 1966 war eine grundlegende Neugestaltung des Geländes aus umweltrechtlichen sowie technischen Gesichtspunkten erforderlich geworden.
Zum Anfang
Im Jahr 2007 kann die International Shooting Sport Federation (ISSF, früher UIT) auf 100 Jahre Schießsportgeschichte zurückblicken und feiert aus diesem Anlass am Verbandssitz in München.

Die ISSF ist vom Internationalen Olympischen Komitee als einzige Organisation anerkannt, den olympischen Schießsport weltweit zu vertreten. 161 nationale Verbände auf fünf Kontinenten sind Mitglied der ISSF, die für die Regeln und die Förderung der Disziplinen in Flinte, Gewehr und Pistole sowie für das olympische Programm in Zusammenarbeit mit dem IOC zuständig ist.
Zum Anfang
Mehr als 630 Sportlerinnen und Sportler aus 86 Nationen hatten sich für die 44. Weltmeisterschaften der Bogenschützen, die vom 7. bis 15. Juli auf der Westwiese am Zentralstadion ausgetragen wurden, angesagt. Dies bedeutete einen neuen Teilnehmerrekord. 

Für die Starter ging es neben den Titeln und Medaillen auch um die begehrten Quotenplätze zu den Olympischen Spielen 2008, da die Mehrheit dieser Startberechtigungen für Peking vom Internationalen Bogensportverband in Leipzig vergeben wurden. Auf die Aktiven und die Besucher wartete ein attraktives Programm rund um den "weißen Sport".
Zum Anfang

Einmal Silber, dreimal Bronze: So die Medaillenausbeute der deutschen Schützinnen und Schützen in Peking. 


Ralf Schumann sicherte sich mit der Schnellfeuerpistole eine Silbermedaille, Christian Reitz Bronze.

Dank Munkhbayar Dorjsuren (Pistole 25 m)  und Christine Brinker (Skeet) gab es zwei weitere Bronzemedaillen.
Zum Anfang










Zuvor waren die Olympioniken des Deutschen Schützenbundes in Suhl gebührend verabschiedet worden 
(im Bild die Gewehrmannschaft).
Zum Anfang
"Eigenes Haus ist Goldes Wert" titelte die Deutsche Schützenzeitung in den 1960er Jahren, als in Wiesbaden-Klarenthal gebaut werden sollte. Ganz ähnlich dann ab dem Jahr 2008 - die Modernisierung des damaligen Bundesleistungszentrums stand an. Erste Pläne und Kalkulationen entstanden und wurden intensiv diskutiert.

Konkret ging es dabei um die schießsportlichen Anlagen, moderne Funktionsbereiche für sportpraktische Einheiten und die trainingswissenschaftliche Begleitung, um Unterkünfte und Gemeinschaftsräume sowie die Athletenverpflegung. 
Zum Anfang
Die Mitglieder der vielen tausend Schützenvereine unter dem Dach des Deutschen Schützenbundes und seiner 20 Landesverbände leisten alljährlich Bemerkenswertes weit über ihren Sport hinaus - sozial, gesellschaftlich und kulturell.

In der neuen Reihe "Schützenhilfe" auf DSB.de und in der Deutschen Schützenzeitung wurden und werden diese Leistungen seit 2009 gut sichtbar präsentiert und prämiert. Dutzende von Vereinen konnten so bisher vorgestellt werden.
Zum Anfang
Zum Anfang

2010-2020: Aufbrüche, Innovationen und Jubiläen

Das zweite Jahrzehnt startet für den Deutschen Schützenbund - wieder einmal - sportlich. Mit den ISSF World Shooting Championships, also der WM 2010, fand schießsportlich gesehen ein kleines Sommermärchen in Garching-Hochbrück statt. 

Beeindruckende Erfolge und beste Stimmung, so das Fazit damals. In unserem Fokuskapitel "Internationale Sportereignisse in Deutschland" können Sie das WM-Gefühl noch einmal erleben ... Was in den folgenden Jahren außerdem passierte, sehen Sie auf den folgenden Seiten.
Zum Anfang

Persönliches Engagement an der Basis zeigen und honorieren - genau das steckt hinter der Auszeichnung "Stiller Star": 

Denn in den meisten Fällen handelt es sich bei ehrenamtlicher Arbeit im Verein um Tätigkeiten, die unverzichtbar sind, die fast jeden Tag geleistet werden müssen und die den Sportbetrieb in einem Verein erst möglich machen. 

Hut ab vor allen, die sich so für Sport und Brauchtum einsetzen!
Zum Anfang
Mit einer zentralen Festveranstaltung vom 2. bis 10. Juli 2011 beging der Deutsche Schützenbund sein 
150. Gründungsjubiläum in der Residenzstadt Gotha. Mit ihm feierte in diesem Jahr übrigens auch der Thüringer Schützenbund, der ebenfalls 1861 gegründet wurde.


Darüber hinaus war Gelegenheit, das Jubiläum des Deutschen Schützenbundes in Wiesbaden, in Neubrandenburg anlässlich des Schützentages 2011, sowie in Köln - am Ort der Wiedergründung - zu feiern.

Zum Anfang
Schließen
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
Ausschnitte aus den Feierlichkeiten in Gotha im Juli 2011

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Zur großen Freude von Schützinnen und Schützen sowie Philatelisten in der Bundesrepublik gelang es im Vorfeld des Jubiläumsjahres, eine Sonderbriefmarke "150 Jahre Deutscher Schützenbund" anzuregen. 

Sie wurde im Rahmen der Feierlichkeiten 2011 in Gotha der Öffentlichkeit vorgestellt. Gestaltet hatte sie Professor Johannes Graf.

Die Briefmarke vereint die vielfältigen Aspekte des Sportverbandes: Neben Wettkampfscheiben für Luftgewehr und Armbrust 10 Meter, Bogen und Luftpistole zeigt die Marke auch eine historische Schützenscheibe mit der Preisverleihung durch Herzog Ernst II. beim ersten deutschen Schützenfest in Gotha am 11. Juli 1861, dem Gründungstag des Deutschen Schützenbundes.
Zum Anfang
Im April 2008 hatte das Präsidium des Deutschen Schützenbundes eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, die sich genauer mit der Mitgliederentwicklung beschäftigen sollte. Ziel dieser AG: Die Vereine für die Entwicklung ihrer Mitgliederzahlen zu sensibilisieren und sie bei ihrer Werbung von neuen Mitgliedern zu unterstützen. 

Dazu gehören auch Ideen und Vorschläge, die bisherigen Mitglieder enger an den Verein zu binden. Die Führungs-Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes konnte als externer Berater gewonnen werden. Und Trimmy war ebenfalls mit dabei.
Zum Anfang
Schließen
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
Der Radiospot zum Wochenende der Schützenvereine 2012

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Aus der Arbeit der AG Mitgliederentwicklung entstand eine Fülle neuer Ideen und Ansätze, um Sport und Tradition rund um das Schützenwesen attraktiv darzustellen.

Wichtige Maßnahmen dabei: 
  • Der Ideenpool und die Themenseiten der Landesverbände auf einer eigenen Projekt-Website mit Vereinssuche. 
  • Außerdem das erste Wochenende der Schützenvereine, das bundesweit am 6. und 7. Oktober 2012 stattfand. Im Vorfeld erhielten die beteiligten Vereine ein umfassendes Paket mit Informationen und Give-Aways.
  • Materialverleih und Wissenswertes rund um die Vereinsarbeit.
Zum Anfang
Seit Herbst 2010 erhielten Behindertensportler der Schadensklasse SH 1 für das Ligensystem des Deutschen Schützenbundes die volle Startberechtigung. 

Damit können Schützen mit Behinderungen bis hin zur Bundesliga Luftgewehr und Luftpistole gleichberechtigt um Punkte kämpfen. 

Grundlage dieser Entscheidung war ein Beschluss des DSB-Gesamtvorstandes, der damit den Weg zu einer Premiere im gesamten deutschen Sport freimachte.
Zum Anfang
Josef Ambacher verstarb am 8. September 2012 im Alter von 71 Jahren als amtierender Präsident des Deutschen Schützenbundes. Der Deutsche Schützenbund verlor mit ihm eine Persönlichkeit, die Herausragendes für das deutsche Schützenwesen geleistet hatte. In seiner über 18-jährigen Amtszeit an der Spitze des Verbandes war er verantwortlich für viele erfolgreiche und zukunftsweisende Entwicklungen. 

Besonderes Augenmerk widmete der bis dato dienstälteste Präsident eines deutschen Spitzensportverbandes der Förderung der Jugend sowie des Spitzen- und Breitensports. Daneben gelang es ihm, den DSB organisatorisch und strukturell zu einer modernen und effizienten Organisation zu machen. Im Amt folgte ihm Heinz-Helmut Fischer (Niedersachsen) nach.
Zum Anfang
Die Delegiertenversammlung des Deutschen Schützenbundes wählte auf ihrer Tagung anlässlich des 58. Deutschen Schützentages in Potsdam im Frühjahr 2013 den bisherigen Vizepräsidenten Heinz-Helmut Fischer zum neuen Präsidenten des viertgrößten deutschen Spitzensportverbandes.

Der Niedersachse wurde von den über 400 Delegierten aus allen 20 Landesverbänden des DSB mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger des im vergangenen Jahr verstorbenen Josef Ambacher in das höchste Amt bestimmt.
Zum Anfang
Nach vielen Jahren der Planung und Vorbereitung ist es im Jahr 2014 soweit: Am Standort Wiesbaden-Klarenthal kann ein neues, zeitgemäßes und barrierefreies Leistungszentrum entstehen.

Es wird schließlich im Jahr 2021 als Bundesstützpunkt Wiesbaden / Frankfurt am Main seiner Bestimmung übergeben, dazu gleich mehr.
Zum Anfang
Am 4. Dezember 2015 nahmen die Deutsche UNESCO-Kommission und die Kultusministerkonferenz das "Schützenwesen in Deutschland" in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf. 

In ihrer Begründung würdigen das zuständige Expertenkomitee und die Kultusministerkonferenz das Schützenwesen u.a. als Ausdruck lokal aktiver Kulturpraxis mit lebendiger Traditionspflege. Es gibt vielfältige Maßnahmen zur Weitergabe, unterschiedliche Formen der Jugendarbeit und eine aktive Pflege regionaler und europäischer Verbindungen. Auch die Verpflichtung gegenüber sozialem Engagement
und ziviler Kultur sowie der integrative Charakter wurden hervorgehoben.
Zum Anfang
Im gleichen Jahr, ebenfalls 2015, erscheint die erste Ausgabe der "Faszination Bogen". Sieben Jahre lang wurde das Magazin in gedruckter Form produziert. 

Seit 2022 kommt es ausschließlich digital daher. Die „FaBo“ – wie das Magazin gerne auch kurz genannt wird - erscheint weiterhin viermal im Jahr, aber ist für jeden Bezieher inzwischen kostenfrei. 

Eine einmalige Registrierung unter https://uzv.de/faszination-bogen/ genügt.
Zum Anfang
Die Delegiertenversammlung des DSB wählte im Rahmen des 60. Deutschen Schützentages in Frankfurt am Main den 57-jährigen Grebenhainer Hans-Heinrich von Schönfels zum Nachfolger des Niedersachsen Heinz-Helmut Fischer, der nicht mehr zur Wahl antrat. 

Wörtlich sagte der neue Präsident nach seiner Wahl: "Sportlicher Erfolg an der Spitze und die Vielzahl sportlicher Aktivitäten in der Breite sind die Grundvorrausetzungen einer langfristigen und positiven Verbandsentwicklung. Daneben sollte die gesellschaftliche Bedeutung unserer vielen Tausend Vereine und ihrer Angebote und Leistungen im sportlichen, sozialen und kulturellen Bereich stärker herausgestellt werden."
Zum Anfang
Der Bundesstützpunkt Wiesbaden/Frankfurt am Main wurde schließlich am 8. Oktober 2021 im feierlichen Rahmen und mit hochkarätigen Gästen offiziell eröffnet. 

DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels sagte:  "1961 galt der damalige Bau der Schießsportschule als Pioniertat. Und ich bin sicher, dass dieser neue Bundesstützpunkt ebenfalls ein Meilenstein für den DSB und den Schießsport ist."
Zum Anfang





Die moderne Anlage ist seitdem Heim- und Trainingsstätte der Kaderathleten, aber auch für Traineraus- und 
-fortbildungen sowie Breitensportmaßnahmen. 


Mit ihren 25 50m-Ständen, 30 25m-Ständen sowie bis zu 33 10m-Ständen, der Unterbringungsmöglichkeit mit 32 Doppelzimmern, einer Mensa, Seminar- und Tagungsräumen sowie weiteren Funktionsräumlichkeiten wie Kraftraum, Diagnostikbereich oder Sauna "bietet der Bundesstützpunkt alles, was das Schießsportherz begehrt – und ist komplett barrierefrei", so der DSB-Präsident weiter.
Zum Anfang
Keine Olympischen Spiele, keine Weltcups und keine DM, aber auch keine Landes-, Kreis- oder Vereinsmeisterschaften: Die Corona-Pandemie hat (nicht nur) den Bogen- und Schießsport in der Spitze und an der Basis 2020 hart getroffen. 

Mit der Öffnung der Vereinshäuser sorgten der Deutsche Schützenbund und seine Landesverbände mit einem neuartigen Online-Fernwettkampf nicht nur für Aufbruchstimmung, sondern kürte auch die "Meisterschützen 2020".
Zum Anfang
"Wir fahren weiter auf Sicht. Dabei verlieren wir aber nicht die Weit- und schon gar nicht die Übersicht", betonte DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels im Vorfeld des ersten digitalen Delegiertentages 2021. Der Schützentag hätte eigentlich in Gotha stattfinden sollen, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie ins Digitale verlegt werden.

Dazu wurden die Sitzungsräume des Deutschen Schützenbundes in ein TV-Studio verwandelt. Auf Sportdeutschland.TV konnten Interessierte der Tagung folgen.

Ebenfalls ein absolutes Novum: Die turnusgemäßen Wahlen dieses Delegiertentages wurden digital abgehalten. Das Schützenwesen zeigte sich in dieser schwierigen Zeit also einmal mehr robust und konnte seinen satzungsgemäßen Aufgaben auch in herausfordernden Zeiten nachkommen.
Zum Anfang
Der alte Präsident ist auch der neue Präsident: Hans-Heinrich von Schönfels, seit 2017 in Amt und Würden, steht dem Deutschen Schützenbund auch die nächsten vier Jahre vor. Bei der Delegiertenversammlung des 64. Deutschen Schützentages in Schwäbisch Gmünd Anfang Mai 2025 erfolgte seine Wiederwahl mit großer Mehrheit (92%).

Mit Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen von Baden-Württemberg und Schirmherr des 64. Deutschen Schützentages, Richard Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Dr. Volker Bouffier, Vorstand mit besonderen Aufgaben im Deutschen Olympischen Sportbund, Tom Dielen, Generalsekretär des internationalen Bogensportverbandes World Archery und Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbandes, waren es hochkarätige Persönlichkeiten, die dem Deutschen Schützentag nach der offiziellen Begrüßung durch ihre Grußworte mit ganz verschiedenen Schwerpunkten einen würdigen Rahmen verliehen.


Zum Anfang


















Das neue Präsidium des Deutschen Schützenbundes 2025.
Zum Anfang
Zum Anfang

Im Fokus 1: Elektronik hält Einzug

Aus Papierscheiben werden elektronische Messrahmen. Seilzüge verschwinden von den Schießständen. Displays zeigen Ergebnisse in Echtzeit an und lassen Zuschauer ganz unmittelbar mitfiebern.

Viel hat sich getan in den zurückliegenden Jahren, an den Schießständen und mit den Sportgeräten an sich. 

Seit 1989 hielt beispielsweise Elektronik im breiten Stil Einzug. Blicken Sie mit uns zurück und vergleichen Sie selbst.
Zum Anfang
Ab 1989 hielt die elektronische Trefferauswertung Einzug in den Schießsport. 

Seitdem können die erzielten Ringe praktisch in Echtzeit angezeigt werden. Das steigert die Spannung für die Zuschauer und macht den Sport somit viel unmittelbarer. Auf Papierscheiben kann dabei natürlich verzichtet werden.
Zum Anfang











Ein ganz anderes Bild - wie hier aus dem damaligen Bundesleistungszentrum Klarenthal - in früheren Jahren, als Papierscheiben noch an Seilzügen herangeholt und auf Zielentfernung zurückgefahren wurden. 
Zum Anfang




Heute unterstützen elektronische Systeme beim Training und verbessern Zielabläufe - schließlich entscheiden Zehntelmillimeter um Medaillen und Platzierungen.


Ein Beispiel haben wir Ihnen aus dem Bundesstützpunkt Wiesbaden mitgebracht. Eine Schützin zeigt auf der folgenden Seite in einem kurzen Video, wie das Training mit dem SCATT-System abläuft.
Zum Anfang
Schließen
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
SCATT-System zur Trainingsunterstützung

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Schließen
Vorher/Nacher Ansicht

Vorher/Nachher-Ansicht starten















Starten Sie die Vorher-Nachher-Ansicht mit einem Klick auf den ▶️-Button unten links.
Zum Anfang
Diese Form des Sportschießens lebt ebenfalls von Elektronik und den damit verbundenen Möglichkeiten - und dient in erster Linie der Förderung von Kreativität und Spieltrieb von Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren. 

Neben einem 20-Schuss-Programm mit dem Lichtgewehr oder der Lichtpistole dürfen die Kinder noch ihr Können in den Bereichen Schnelligkeit, Koordination, Geschicklichkeit und Konzentration unter Beweis stellen, absolut sicher versteht sich. Ziel dieses Wettbewerbes ist es, die Kinder auf spielerische Weise an den Schießsport heranzuführen und dem Bewegungsdrang in diesem Alter ebenfalls gerecht zu werden.  
Zum Anfang
Zum Anfang

Im Fokus 2: Das Internetzeitalter im Verband

Kaum zu glauben: Bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist das Internet ein Massenphänomen. 

Von den ersten Gehversuchen mit einer eigenen Internetseite über das Live-Streaming von Sportveranstaltungen - im Jahr 2000 beispielsweise von den Olympischen Spielen Sydney - bis zu E-Mailnewsletter, Youtube und Social Media. Der Deutsche Schützenbund war im organisierten Sport in Deutschland nicht selten Vorreiter und hat die Vorteile der digitalen Kommunikation schnell für sich erkannt. Und bei all dem gilt: So innovativ manche Technik einmal war, so kurios mutet  sie heute an...
Zum Anfang
Ein Informationsangebot, das in den 1990er Jahren rund um die Uhr zur Verfügung stand (und heute ein schönes Relikt vergangener Zeiten ist): Der DSB-Fax on demand-Dienst.

Limit-, Ergebnis- und Ranglisten sowie Rekordinformationen, Terminpläne und Adressen konnten per Fax abgerufen werden. Überliefert sind allerdings auch Leserbriefe über nicht enden wollende Faxlieferungen.

Für alle, die möglicherweise noch ein Telefax ihr Eigen nennen: Die Faxnummern im Artikel der DSZ sind nicht mehr aktiv. 
DSB.de ist aktueller - versprochen!
Zum Anfang
Aus heutiger Sicht mindestens ebenso kurios wie der Faxabruf - und sicher ein besonders schönes Fundstück im Archiv: Die beliebte Internet-CD-Rom des Deutschen Schützenbundes. Da kam das Internet sozusagen per Post nach Hause.

Aber nicht vergessen: All das ist inzwischen fast drei Jahrzehnte her... Und das heißt auch: Heutige Computer spielen die Scheibe leider nicht mehr ab.

Viel beachtet waren in dieser Zeit übrigens auch die ersten Liveübertragungen schießsportlicher Wettkämpfe, 2000 sogar mit einem eigenen WebTV aus Sydney. Ein Foto oder gar ein Mitschnitt aus "Down Under" fanden sich bedauerlicherweise nicht im Archiv.
Zum Anfang
Auch in der Deutschen Schützenzeitung war der Einsatz von Heimcomputern, die in den 1990er Jahren erschwinglich wurden, immer wieder ein Thema, wie die Ausschnitte rechts zeigen.

Früh wurde das große Potenzial des Personal Computers für die Vereins- und Verbandsarbeit erkannt - und genutzt. 

"Schneller, höher, weiter" (wie es damals wörtlich in der DSZ-Rubrik "Programmierte Helfer" hieß) lautete also auch dabei das Motto.
Zum Anfang
Und auch das gehörte zur intensiven Öffentlichkeitsarbeit Ende der 1990er Jahre: 

Maik Eckhardt, gerade Weltcup-Sieger mit dem Luftgewehr in Mailand 1998 geworden, Torsten Krebs, Christian Klees und Alexandra Schneider rappten, was das Zeug hielt.


Zum Anfang
Heute verfügt der Deutsche Schützenbund wie viele der 20 Landesverbände über eine Fülle verschiedener Kommunikations- und Nachrichtenkanäle:

Die DSB-Website
Der DSB auf Facebook
Der DSB auf Instagram
Der DSB auf Youtube
Der DSB bei Tiktok
Der DSB bei Sporteuropa
Die Newsletter des DSB
Zum Anfang
Zum Anfang

Im Fokus 3: Die Deutschen Schützentage

  • 1952   Wiesbaden
  • 1953    Wiesbaden
  • 1954    Wiesbaden
  • 1955    Hannover
  • 1956    Wiesbaden
  • 1957    Dortmund
  • 1958    Heidelberg
  • 1959    Hamburg
  • 1960    München
  • 1961    Bremen
  • 1962    Mainz
  • 1963    Berlin
  • 1964    Heilbronn
  • 1965    Hannover
  • 1966    Baden-Baden
  • 1967    Siegen
  • 1968    Saarbrücken
  • 1969    Kiel
  • 1970    Braunschweig
  • 1971    Karlsruhe
  • 1972    München
  • 1973    Herford
  • 1974    Hamburg
  • 1975    Bad Hersfeld
  • 1976    Baden-Baden
  • 1977    Norderney
  • 1978    Düsseldorf
  • 1979    Ingolstadt
  • 1980    Wolfsburg
  • 1981    Fellbach
  • 1982    Westerland/Sylt
  • 1983    Saarbrücken
  • 1984    Dortmund
  • 1985    Karlsruhe
  • 1986    Osnabrück
  • 1987    Berlin
  • 1988    Bad Homburg
  • 1989    Hamburg
  • 1990    Köln
  • 1991    Nürnberg
  • 1992    Neustadt a.d.W.
  • 1993    Hannover
  • 1994    Frankfurt/M.
  • 1995    Bad Salzuflen
  • 1996    Karlsruhe
  • 1997    Magdeburg
  • 1998    Freiburg i.Br.
  • 1999    Oldenburg
  • 2000    Ulm
  • 2001    Wiesbaden
  • 2002    Suhl
  • 2003    Aachen
  • 2004    Coburg
  • 2005    Göttingen
  • 2007    Saarbrücken
  • 2009    Lübeck
  • 2011    Neubrandenburg
  • 2013    Potsdam
  • 2015    Hamburg
  • 2017    Frankfurt am Main
  • 2019    Wernigerode
  • 2021    Gotha (digital wegen Coronapandemie)
  • 2023    Walsrode/Soltau/Heidekreis
  • 2025    Schwäbisch Gmünd
  • 2027    Schwerin
  • 2029    Gotha
  • 2031    Berlin

Zum Anfang
Zum Anfang

Im Fokus 4: Die Präsidenten des Deutschen Schützenbundes

Insgesamt sieben Präsidenten hatte bzw. hat der Deutsche Schützenbund seit seiner Wiedergründung im Jahr 1951. Er steht heute dem aus neun Mitgliedern gebildeten Präsidium vor.

Der amtierende Präsident Hans-Heinrich von Schönfels wurde auf dem 60. Deutschen Schützentag am 30. April 2017 in Frankfurt am Main von der Delegiertenversammlung des Deutschen Schützenbundes gewählt.
Zum Anfang
Der Wiesbadener Zahnarzt und ehemalige Pistolenschütze  war Angehöriger der „alten Garde“, die schon vor der Auflösung des DSB 1938 sportlich oder als Funktionäre aktiv war. 

Wehner organisierte den Neuaufbau unter (auch verbands-intern) schwierigen Bedingungen und holte die Bundesge- schäftsstelle an seinen Wohnort in die hessische Landeshauptsstadt.
Zum Anfang
Der Spross der Rüsselsheimer Autobauerfamilie war Unternehmer und vielseitiger Sportler, mehrfacher Deutscher Meister im Rudern. Mitgründer der Deutschen Olympischen Gesellschaft und der Deutschen Sporthilfe, Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees (seit 1951) und des IOC (seit 1966). 

Von Opels Schwerpunkte waren die Förderung des Spitzensports, der Frauen im Sportschießen und der Ausbildung des Nachwuchses, der auch die Gründung der „Schießsportschule“ in Wiesbaden Klarenthal (später Bundesleistungszentrum) dienen sollte.
Zum Anfang
Inhaber einer mittelständischen Maschinenbaufirma in Straubing. Michaelis übernahm als DSB-Vizepräsident (seit 1967) die Verbandsführung nach dem plötzlichen Tod von Opels. 

Er sah sich selbst als Übergangspräsident, sorgte aber in einigen Bereichen für wichtige Impulse: Ausbau des Wettkampfprogramms und der Disziplinenvielfalt, Spezialisierung im Leistungssport, Modernisierung der Jugendarbeit (erste Jugendordnung 1971). Während Michaelis‘ Amtszeit verdoppelte sich die Mitgliederzahl des DSB auf über 1 Million.
Zum Anfang
Der Münchener Finanzbeamte war seit 1964 
1. Landesschützenmeister im Bayerischen Sportschützenbund und hauptverantwortlich für die Organisation der Schießwettbewerbe bei den Olympischen Spielen 1972 in München auf der Schießanlage Hochbrück. 

Die Schwerpunkte seines Wirkens sah Hartinger in den Bereichen Nachwuchsförderung und Leistungssport, auch durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Landesverbänden und die Installierung eines Sportdirektors. Höhepunkt seiner Amtszeit war der Beitritt der fünf „neuen“ Landesverbände beim Deutschen Schützentag in Nürnberg 1990.
Zum Anfang
Gleich zu Beginn seiner 18-jährigen Amtszeit – der bisher längsten eines DSB-Nachkriegspräsidenten – setzte der Bankkaufmann aus Starnberg Akzente für die Verbandsmodernisierung: intensive Öffentlichkeitsarbeit, modernes Erscheinungsbild, Marketing, Reform von Satzung und Rechtsordnung, Förderung neuer Disziplinen wie Sommerbiathlon und Ski-Archery, Schaffung einer Bundesliga. 

Ambacher initiierte 1999 die Stiftung Deutscher Schützenbund und gründete 2004 das Deutsche Schützenmuseum. Die ersten Planungen und Finanzierungsschritte für ein neues BLZ in Wiesbaden sind ihm zu verdanken. Weitere Höhepunkte der „Ära Ambacher“ waren der Jubiläumsschützentag 2001 in Wiesbaden, die Bogen-WM 2007 in Leipzig, die Schießsport-WM 2010 in München und das 150. Jubiläumsjahr 2011.
Zum Anfang
Nach dem Tod seines Vorgängers führte der Steuerberater aus Niedersachsen den DSB kommissarisch, bevor er beim Deutschen Schützentag 2013 in Potsdam zum Präsidenten gewählt wurde. 

Seine vergleichsweise kurze Amtszeit war geprägt von der zukunftsweisenden Strukturreform im Bereich des Leistungssports und der erheblichen nachhaltigen Stärkung des Bogensports, der seitdem eine gleichwertige Disziplin im Verband ist. 

Unter Fischers Präsidentschaft erreichte der DSB bei den Spielen in Rio 2026 das beste Ergebnis aller Zeiten bei Olympischen Spielen.
Zum Anfang
Der studierte Sportwissenschaftler und Klinikdirektor im hessischen Vogelsberg trat schon 1996 mit einer vielbeachteten Studie über den positiven Einfluss des Schießsporttrainings auf die koordinativen Fähigkeiten von Kindern hervor. Mit großem Verhandlungsgeschick erreichte er in seiner Zeit als DSB-Vizepräsident Tradition & Brauchtum im Jahr 2016 die Aufnahme des „Schützenwesens in Deutschland“ in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Unter von Schönfels‘ Präsidentschaft wurde 2021 der Bundesstützpunkt Frankfurt/Wiesbaden als Leistungszentrum für den olympischen und paralympischen Spitzensport in Wiesbaden-Klarenthal eröffnet. 

Er führte den Verband umsichtig durch die Coronapandemie und holte große internationale Schieß- und Bogensportchampionate nach Deutschland, etwa die EM Bogensport 2022 nach München und 2024 nach Essen, oder die Bogen-WM 2023 nach Berlin. Darüber hinaus ist ihm die finanzielle Konsolidierung und Zukunftssicherung des Deutschen Schützenbundes zu verdanken.
Zum Anfang
Zum Anfang

Im Fokus 5: Die deutschen Olympiasiegerinnen und Olympiasieger

Der Gewinn einer olympischen Medaille ist ohne Frage das höchste für eine Sportlerin und einen Sportler. An dieser Stelle haben wir die Medaillengewinner im Schießsport bei den Olympischen und Paralympischen Spielen für Sie zusammengestellt. 

Nur wer bei der wichtigsten Veranstaltung des internationalen Sports einmal auf dem Siegertreppchen stand und olympisches Edelmetall in Händen hielt, findet auf den folgenden Seiten seinen Platz.
Zum Anfang
  • 1960 Peter Kohnke, KK-Liegendkampf 
  • 1968 Bernd Klingner, KK-Dreistellungskampf 
  • 1972 Konrad Wirnhier, Skeet 
  • 1976 Karlheinz Smieszek, KK-Liegendkampf 
  • 1976 Uwe Potteck, Freie Pistole 
  • 1976 Norbert Klaar, Schnellfeuerpistole 
  • 1988 Silvia Sperber, KK-Standardgewehr 
  • 1988 Axel Wegner, Skeet 
  • 1992 Michael Jakosits, Laufende Scheibe 
  • 1992 Ralf Schumann, Schnellfeuerpistole 
  • 1996 Ralf Schumann, Schnellfeuerpistole 
  • 1996 Christian Klees, KK-Liegendkampf 
  • 2004 Manfred Kurzer, Laufende Scheibe 
  • 2004 Ralf Schumann, Schnellfeuerpistole 
  • 2016 Christian Reitz,  Schnellfeuerpistole 
  • 2016 Barbara Engleder, KK-Dreistellungskampf 
  • 2016 Henri Junghänel, KK-Liegendkampf
Zum Anfang
  • 1968 Heinz Mertel, Freie Pistole 
  • 1976 Ulrich Lind, KK-Liegendkampf | Harald Vollmar, Freie Pistole | Jürgen Wiefel, Schnellfeuerpistole 
  • 1980 Bernd Hartstein, KK-Dreistellungskampf | Hellfried Heilfort, KK-Liegendkampf | Harald Vollmar, Freie Pistole | Jürgen Wiefel, Schnellfeuerpistole | Thomas Pfeffer, Laufende Scheibe 
  • 1984 Ulrike Holmer, KK-Standardgewehr 
  • 1988 Silvia Sperber, Luftgewehr | Ralf Schumann, Schnellfeuerpistole 
  • 1996 Petra Horneber, Luftgewehr | Susanne Kiermayer, Doppeltrap 
  • 2004 Christian Lusch, KK-Liegendkampf 
  • 2008 Ralf Schumann, Schnellfeuerpistole 
  • 2016 Monika Karsch, Sportpistole | Lisa Unruh, Bogen Einzel
  • 2024 Florian Unruh und Michelle Kroppen, Bogen Mixed Team
Zum Anfang
  • 1960 Klaus Zähringer, KK-Dreistellungskampf 
  • 1968 Konrad Wirnhier, Skeet | Harald Vollmar, Freie Pistole | Kurt Czekalla, Trap 
  • 1972 Michael Buchheim,Trap | Werner Lippoldt, KK-Dreistellungskampf 
  • 1976 Werner Seibold, KK-Dreistellungskampf 
  • 1980 Jörg Damme ,Trap 
  • 1988 Johann Riederer, Luftgewehr 
  • 1992 Johann Riederer, Luftgewehr 
  • 2008 Christian Reitz, Schnellfeuerpistole | Munkhbayar Dorjsuren, Sportpistole | Christine Brinker, Skeet
  • 2020/1: Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh, Bogen Team
Zum Anfang
Die Paralympischen Spiele (Paralympics, früher „Weltspiele der Gelähmten“, „Olympiade der Behinderten“ oder „Weltspiele der Behinderten“) gingen aus den Sportwettbewerben für Kriegsversehrte hervor, die der deutsch-britische Neurologe Sir Ludwig Guttmann 1948 in der Reha-Klinik Stoke Mandeville veranstaltete.   

Auf den folgenden Seiten finden Sie alle Medaillengewinner in den Schießsportdisziplinen und Bogenwettbewerben aus Deutschland, auch wenn sie nicht in jedem Fall dem Deutschen Schützenbund angehört haben.
Zum Anfang
  • 1968 Elbracht, Schaede, Gobel, Bogen FITA-Runde Mannschaft 
  • 1972 E. Hammel, Bogen FITA-Runde | R. Schmidberger, Bogen St.Nicholas-Runde | Steiner, Bogen St.Nicholas-Runde | Liebrecht, Bogen St.Nicholas-Runde Frauen | Bogen FITA-Runde Mannschaft: Willi Brinkmann, E. Hammel, Elbracht  | Bogen St.Nicolas-Runde Mannschaft: R. Schmidberger, Busch, F. Herrmann | Bogen St.Nicolas-Runde Mannschaft Frauen Tetra: Steiner, Konkel, Liebrecht 
  • 1976 R. Schmidberger, Bogen Advanced Metric Round open | S. Battran,Bogen Short Metric Round open | Liebrecht, Bogen Tetra 
  • 1980 H. Geiss, Bogen Doppelte FITA-Runde | Manfred Brenne, Hilmar Butenhoff, K. Pohl, Bogen Doppelte FITA-Runde Mannschaft 
  • 1984 Anneliese Dersen, Bogen Doppelte FITA-Runde | Siegmar Henker, Luftgewehr stehend | Siegmar Henker, Luftgewehr liegend | Siegmar Henker, Luftpistole 
  • 1988 Wolfgang Hess, Luftgewehr stehend | Franz Falke, Wolfgang Hess, Loraine Schulz, Luftgewehr Dreistellung Mannschaft Mixed | Franz Falke, Wolfgang Hess, Loraine Schulz, Luftgewehr stehend Mannschaft Mixed 
  • 1992 Aloys Schneider, Luftgewehr stehend | Aloys Schneider, Englischer Wettkampf | Johann Brunner, Luftgewehr 3x40 Mixed SH3 | Siegmar Henker, Luftgewehr Mixed SH3 und Olymp. Wettkampf | Udo Wolf, Hermann Nortmann, Karl Bahls, Bogen Mannschaft 
  • 1996 Josef Neumaier, Freies Gewehr 3x40 | Hermann Nortmann, Mario Oehme, Udo Wolf, Bogen Mannschaft 
  • 2004 Mario Oehme, Bogen | Manuela Schmermund, Luftgewehr stehend 
  • 2021 Natascha Hiltrop, KK-Liegendschießen 
  • 2024 Natascha Hiltrop, KK-Dreistellungskampf und KK-Liegendschießen
Zum Anfang
  • 1968 Heinz Simon, Luft, P. Prothmann, Bogen Columbia-Runde Mannschaft 
  • 1972 Konkel, Bogen St.Nicholas-Runde 
  • 1976 E. Hammel, Hohmann, R. Schmidberger, Bogen Advanced Metric Round Mannschaft | H. Geiss, Bogen FITA-Runde | Anneliese Dersen, Bogen FITA-Runde | Waltraud Hagenlocher, Bogen Short Metric Round open 
  • 1980 Manfred Brenne, Bogen Doppelte FITA-Runde 
  • 1984 Franz Falke, Luftgewehr Dreistellung | Deutsche Mannschaft Herren, Luftgewehr stehend 
  • 1988 Anneliese Dersen, Bogen Doppelte FITA-Runde | Franz Falke, Luftgewehr Dreistellung und kniend | Ursula Drosdziok, Inge Enzmann, Karin Kieblich, Bogen Doppelte FITA-Runde Damen Mannschaft | Franz Falke, Wolfgang Hess, Loraine Schulz, Luftgewehr kniend Mannschaft Mixed 
  • 1992 Johann Brunner, Luftgewehr stehend, Olymp. Wettkampf und Freies KK-Gewehr | Hermann Nortmann, Bogen 
  • 1996 Josef Neumaier, Luftgewehr 3x40 
  • 2000 Josef Neumaier, Freies Gewehr 3x40 | Sabine Brogle, Luftgewehr stehend | Sabine Brogle Sportgewehr 3x20 | Wolfgang Stoeckl, Luftgewehr liegend Mixed | Christiane Latzke, Luftgewehr stehend Mixed 
  • 2004 Roland Hartmann, Freie Pistole 
  • 2008 Manuela Schmermund, Luftgewehr stehend | Norbert Gau, Luftgewehr stehend 
  • 2012 Manuela Schmermund, Luftgewehr stehend 
  • 2016 Natascha Hiltrop, Luftgewehr 
  • 2021 Natascha Hiltrop, KK-Dreistellung
Zum Anfang
  • 1960 Zander, Bogen St. Nicholas Runde 
  • 1968 Elbracht, Bogen FITA-Runde 
  • 1972 Busch, Bogen St.Nicholas-Runde | Becker, Bogen Kurze Western-Runde Damen | Bruckner, Spilger, W. Flach, Bogen Kurze Western-Runde Mannschaft 
  • 1976 Hohmann, Bogen Advanced Metric Round 
  • 1980 H. Geiss, U. Pfeffer, R. Schmidberger, Bogen Doppelte FITA-Runde Mannschaft 1980 Anneliese Dersen, Bogen Doppelte FITA-Runde 
  • 1984 Manfred Boeckers, Manfred Brenne, Hilmar Butenhoff, Bogen Doppelte FITA-Runde Mannschaft | Franz Falke, Luftgewehr stehend | Franz Falke, Luftgewehr kniend | Deutsche Mannschaft, Luftgewehr Dreistellung Mannschaft Herren | Deutsche Mannschaft, Pistole Mannschaft Herren | Battran, Luftgewehr kniend Frauen | S. Battran, Luftpistole Frauen 
  • 1988 Wolfgang Hess, Luftgewehr 3-Stellung | Loraine Schulz, Luftgewehr 3-Stellung | Udo Wolf, Bogen Doppelte FITA-Runde 
  • 1992 Siegmar Henker, Luftgewehr stehend | Aloys Schneider, Freies KK-Gewehr | Udo Wolf, Bogen 
  • 1996 Franz Falke, Luftgewehr stehend | Alfred Berniger, Luftgewehr 3x40 | Sabine Brogle, Luftgewehr 3x20 | Sabine Brogler, Standardgewehr 3x20 | Roland Hartmann, Sportpistole | Udo Wolf, Bogen | Alfred Beringer, Freies Gewehr liegend Mixed 
  • 2004 Sabine Brogle, Luftgewehr stehend | Manuela Schmermund, Sportgewehr 3x20
Zum Anfang
Zum Anfang

Im Fokus 6: Internationale Sportereignisse in Deutschland

Die Liste internationaler Sportereignisse, von Welt- und Europameisterschaften sowie Weltcups, die bisher in Deutschland stattfanden, ist lang.  

So fanden beispielsweise 1966 in Wiesbaden Weltmeisterschaften, 1968 und 1970 ebenfalls in Wiesbaden die Junioren-EM, 1972 in München die Olympischen Spiele, 1973 in München die EM Laufender Keiler, 1974 in Schwäbisch Hall die WM Vorderlader, 1975 in München die WM in Trap-Skeet und Laufende Scheibe sowie 1994 in Wiesbaden die WM Feldarmbrust statt.

Im Folgenden möchten wir Bilder von Sportevents der jüngsten Zeit sprechen lassen. Erinnern Sie sich noch oder waren Sie vielleicht sogar selbst mit dabei?
Zum Anfang
Schließen
Ich bin damit einverstanden, dass mir YouTube Videos gezeigt werden. Mehr Informationen
World Shooting Championships München 2010

Um externe Dienste auszuschalten, hier Einstellungen ändern.

Zum Anfang
Para-Weltcup München 2022
Zum Anfang
Vorderlader-WM Pforzheim 2022
Zum Anfang
Bogen-WM Berlin 2023
Zum Anfang
Bogen-EM Essen 2024
Zum Anfang
Weltcup München 2025
Zum Anfang
Zum Anfang

Im Fokus 7: Der DSB und internationale Gremien

Vielfältig und eng waren und sind die Beziehungen des Deutschen Schützenbundes in die europäischen und internationalen Schieß- und Bogensportverbände. 

Zahlreiche Vertreter des DSB sind in deren Gremien aktiv, im Bereich des Spitzen- und Leistungssports, zu den Themen Umwelt- und Waffenrecht sowie bei der Interessensvertretung für Sport und Brauchtum.

Darüber hinaus war die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Schützenbundes in Wiesbaden selbst bereits zweimal Sitz des internationalen und des europäischen Schießsportverbandes.
Zum Anfang
Bei der Generalversammlung der UIT am Rande der Olympischen Spiele 1960 in Rom wurde DSB-Bundesgeschäftsführer Ernst Zimmermann zum Generalsekretär des Weltschießsportverbands gewählt (heute: International Shooting Sport Federation, ISSF). 

Sitz der UIT war seitdem die Bundesgeschäftsstelle, nach Zimmermanns Ausscheiden aus dem DSB im Jahr 1977 befand sich der UIT-Sitz in der Webergasse in Wiesbaden. Zimmermann bekleidete dieses Amt noch bis 1980.
Zum Anfang
Beim ESK-Kongress im Juli 2009 in Osijek wurde Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp vom ESC-Präsidium zum (ehrenamtlichen) Generalsekretär ernannt.

Die Bundesgeschäftsstelle Wiesbaden wurde damit zum Sitz des europäischen Verbands bis 2012.


Zum Anfang
Zum Anfang

Impressum & Bildnachweise

Verantwortlich für den Inhalt:
Deutscher Schützenbund e.V.
Lahnstraße 120
65195 Wiesbaden
Telefon: +49 611 46807-400 
Fax: +49 611 46807-449
E-Mail: info@dsb.de
https://www.dsb.de

Bildnachweise:
Sofern nicht anders angegeben, liegen die Bildrechte beim Deutschen Schützenbund, Wiesbaden.
Zum Anfang
Foto Trümmer
Wikimedia Commons / Cassowary Colorizations / CC BY 2.0

Foto Blumenschießen: 
Creative Commons (pxhere.de)

Foto Citius, Altius, Fortius:
Von Olympia-kuva Oy - Finna (Wikimedia)

Foto Helsinki:
Von Olympia-kuva Oy - Finna (Wikimedia)

Video 100 Jahre ISSF:
International Shooting Sport Federation München



Zum Anfang
Zum Anfang
Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen Wischen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden
Schließen
Übersicht
Nach links scrollen
Kapitel 5 1973-1989: Der Deutsche Schützenbund wächst - Erstmals über 1 Mio. Mitglieder

Der Deutsche Schützenbund wächst

Pflege von Brauchtum und Tradition

Bundestreffen der Ältesten Schützenvereinigungen im DSB

Kapitel 11 Im Fokus 2: Das Internetzeitalter im Verband

Das Internetzeitalter - und seine Anfänge

Näher an den Mitgliedern

Kapitel 14 Im Fokus 5: Die deutschen Olympiasiegerinnen und Olympiasieger

Deutsche Olympiasiegerinnen und -sieger

Gold

Silber

Bronze

Kapitel 15 Im Fokus 6: Internationale Sportereignisse in Deutschland

Internationale Sportereignisse in Deutschland

Nach rechts scrollen